Vorsicht auf winterlichen Straßen

11. Dezember 2009, 14:33
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ÖAMTC: So ist ihr Auto für den Frost gerüstet - ARBÖ gibt Tipps für das sichere Fahren auf Schnee, Matsch und Eis

Saftlose Autobatterien, eingefrorene Türschlösser, vereiste Fenster und Türen - der ÖAMTC rüstet sich für die nächsten Tage. "Wenn die Autofahrer ihre Fahrzeuge auf den Frost vorbereiten, lässt sich der eine oder andere Pannenhilfe-Einsatz vermeiden", sagt Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe. Er hat einige Tipps, wie man sein Auto fit für den Kälteeinbruch macht:

  • Wer eine schwächelnde Batterie im Auto hat, muss sich bei Minusgraden auf Probleme gefasst machen. Wenn möglich, sollte man daher noch vor dem Kälteeinbruch einen Austausch vornehmen. Der ÖAMTC-Experte spricht aus Erfahrung: "Leere Batterien und das damit verbundene Nichtanspringen des Wagens ist bei Minustemperaturen die Pannenursache Nummer eins." Oft kommt es vor, dass ein Clubmitglied zweimal innerhalb kurzer Zeit die ÖAMTC-Nothilfe-Rufnummer 120 wählt. "Obwohl unsere Pannenfahrer immer wieder darauf hinweisen, vergessen manche Lenker, nach der Starthilfe mit dem Fahrzeug zu fahren, um die Batterie wieder aufzuladen", erklärt der ÖAMTC-Experte. Er empfiehlt dazu mindestens eine Stunde zügiges Fahren mit so wenig eingeschalteten Stromverbrauchern im Auto (Heizung, Lüftung, Radio etc.) wie möglich.
  • Einen Flüssigkeitscheck vornehmen und gegebenenfalls Frostschutz einfüllen. Kühler, Kühlschläuche und im Extremfall der Motor können bei gefrierendem Kühlwasser Schaden nehmen. Der Kühlerfrostschutz muss bis mindestens minus 25 Grad Celsius geeignet sein, der Frostschutz für die Scheibenwaschanlage bis minus 20 Grad", weiß der ÖAMTC-Fachmann. "Abgesehen von allen möglichen Schäden ist es einfach gefährlich, mit schmutziger Windschutzscheibe zu fahren", merkt Samek an.
  • Bei gefrorenen Schlössern hilft ein Türschlossenteiser, am besten im Sprühfläschchen. Wer noch keinen hat, sollte schnell einen kaufen - erhältlich bei Tankstellen, Fachhandel und allen ÖAMTC-Dienststellen. "Wichtig ist, dass man das Mittel in der Handtasche und nicht im Auto aufbewahrt, denn dort macht es keinen Sinn", rät Samek.
  • Auf eine Autowäsche sollte man bei Minusgraden verzichten. Türen, Schlösser, Fenster und andere Fahrzeugteile können mit dem Wasser festfrieren. "Das Auto kann zum Tresor werden", beschreibt Samek.
  • Bei vereisten Scheiben hilft am besten der herkömmliche Eiskratzer. Keinesfalls sollte man heißes Wasser auf die Scheiben schütten - die können dadurch bersten. "Besser einen Enteiserspray als Unterstützung verwenden", rät der ÖAMTC-Experte.

Vorsicht auf den Straßen

Der ARBÖ rät allen Verkehrsteilnehmern, der Witterung angepasst zu fahren und bei Schneefall abrupte Lenk- und Bremsmanöver zu vermeiden. Gottfried Moser, technischer Schulungsleiter des ARBÖ: "Nicht erst ab 0 Grad fällt Schnee, sondern schon ab drei Grad Celsius - da die Fahrbahn selbst durch Wind und Wetter kälter sein kann, als die Lufttemperatur, kann der Schnee schon bei höheren Temperaturen liegen bleiben." Moser gibt zehn nützliche Tipps für das sichere Fahren auf Schnee, Matsch und Eis:

  • Nur mit "winterfittem" Auto unterwegs sein. Das bedeutet zumindest, dass Winterreifen montiert sind und Schneeketten mitgeführt werden.
  • Licht einschalten! Es ist wichtig, dass die Autofahrer sich sichtbar machen.
  • Vorausschauend fahren und Geschwindigkeit anpassen. Zu abrupte Fahrmanöver können zu einem Ausbrechen des Fahrzeuges führen.
  • Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unbedingt einhalten, zumindest einen Abstand von drei bis vier Sekunden. "Auf Sicht fahren" lautet das oberste Gebot.
  • Mit niedriger Drehzahl fahren. Langsames und behutsames Anfahren an Kreuzungen vermeidet das Durchdrehen der Räder.
  • Unnötige Überholmanöver und ruckartige Lenkbewegungen unbedingt vermeiden.
  • In Kurven möglichst nicht beschleunigen oder bremsen.
  • Beim Schleudern: Ruhe bewahren, in jene Richtung lenken, in die das Heck ausbricht. Tritt das Schleudern beim Bremsen auf, sofort Bremse lösen. Während des Korrekturvorganges auf keinen Fall bremsen.
  • Beim mechanischen Getriebe in kritischen Situationen die Kupplung treten, dadurch haben auch die angetriebenen Räder vollen Griff.
  • Sollte das Fahrzeug über kein ABS (Antiblockiersystem) verfügen, so ist die altbekannte "Stotterbremse" noch immer am wirkungsvollsten. (red)
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