Sojaprodukte für Brustkrebs-Patientinnen unbedenklich

11. Dezember 2009, 13:51
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Diese können ohne Bedenken konsumiert werden, besagt eine neue US-Studie

Chicago - Brustkrebs-Patientinnen können ohne Bedenken Sojaprodukte konsumieren. Eine Studie in China deutet sogar darauf hin, dass Verzehr von Soja das Risiko für eine Rückkehr des Tumors senkt. Bisher hatten manche Ärzte Bedenken, weil das Lebensmittel pflanzliche Östrogene enthält, sogenannte Isoflavone. Diese könnten nicht nur das Brustkrebsrisiko beeinflussen, sondern auch die Wirkung des gängigen Östrogenhemmers Tamoxifen schwächen.

Diese Sorge ist offenbar unbegründet, wie eine US-Studie an 5.000 Brustkrebs-Patientinnen aus Schanghai zeigt. Der Tumor war allen Teilnehmerinnen durch eine Operation entfernt worden. In den folgenden vier Jahren senkte reichlicher Sojakonsum im Vergleich zu weitgehender Sojameidung das Risiko für eine Rückkehr des Tumors um knapp ein Drittel und das Sterberisiko um 29 Prozent.

Bewertung

Der Schutzeffekt bestand unabhängig davon, ob der jeweilige Tumor Östrogenrezeptor-negativ oder -positiv reagierte. Auch ob die Frauen mit Tamoxifen behandelt wurden oder nicht, spielte für die Wirkung keine Rolle. Mäßiger Sojakonsum sei sicher und vielleicht sogar wohltuend für Brustkrebs-Patientinnen, schreiben die Mediziner der Vanderbilt-Universität in Nashville im "Journal of the American Medical Association".

Vorsichtiger bewerten Mitarbeiter des Nationalen Krebsinstitutes der USA die Studie. Die Nachbeobachtung von vier Jahren sei recht kurz, mahnen sie. Dennoch bewerten auch sie Sojakonsum als wahrscheinlich sicher. Dies müsse aber nicht unbedingt auch für sojahaltige Ergänzungspräparate gelten, mahnen sie. (APA/AP)

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