Performance mit epileptischem Anfall geplant

11. Dezember 2009, 13:38
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Tänzerin Rita Marcalo will mit Aktion auf ihre Krankheit hinweisen

London - Die an Epilepsie leidende Tänzerin Rita Marcalo will am Freitagnachmittag eine 24-Stunden-Performance in der englischen Stadt Bradford beginnen, in deren Verlauf sie gezielt einen Krampfanfall herbeiführen will: Mehrere Faktoren wie stroboskopisches Licht, Alkohol, Schokolade oder Schlafentzug sollen dazu beitragen. Die Künstlerin nimmt überdies seit einem Monat ihre speziellen Medikamente nicht mehr. Mit der Aktion wolle die Künstlerin auf ihre "versteckte Krankheit" aufmerksam machen, erklärte das Theater Bradford Playhouse. 

Wenn es bei der Performance "Involuntary Dances" zu dem Anfall kommt, sollen die Lichter angehen, ein Alarm schrillt und das Ganze wird von mehreren Kameras aufgenommen. Die Besucher sind aufgerufen, mit ihren Mobiltelefonen zu filmen. Ein geschultes Erste-Hilfe-Team steht den ganzen Tag bereit, betonte das Theater.

Das Arts Council, der öffentliche Kunstfonds, unterstützt die Aktion mit umgerechnet mehr als 15.000 Euro. Das Projekt schärfe das Bewusstsein für eine Behinderung, sagte eine Sprecherin. Hilfsorganisationen hingegen kritisierten das Vorhaben scharf. Die britische Gesellschaft für Epilepsie (National Society for Epilepsy) wies auf die Gefahren eines Anfalls hin: Dieser könne Verletzungen hervorrufen und im schlimmsten Fall tödlich enden. Auch könnten andere Menschen dem Beispiel folgen, was "tragische Konsequenzen" hätte. Auch die Organisation Charity Epilepsy Action verurteilte die Show und rief die Künstlerin auf, davon abzulassen. (APA/red)

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