Miba leidet unter Rezession

11. Dezember 2009, 12:33
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Das EBIT brach nach drei Quartalen um 83 Prozent ein, der Ausblick ist verhalten

Wien - Dem börsenotierten Autozulieferer Miba mit Sitz im oberösterreichischen Laakirchen macht die Rezession weiterhin zu schaffen. Nach drei Quartalen (1. Februar bis 31. Oktober) ist das Betriebsergebnis um 83 Prozent auf 5,4 (32,4) Mio. Euro eingebrochen. Der Umsatz gab um 23,4 Prozent auf 228,3 (298,0) Mio. Euro nach, teilte das Unternehmen heute, Freitag, ad hoc mit. Der Ausblick bleibt verhalten. Noch sind in Österreich rund 250 Mitarbeiter in Kurzarbeit - voraussichtlich noch bis Ende Jänner, hieß es auf APA-Anfrage.

Innerhalb eines Jahres (bis Ende Oktober) hat Miba 311 Mitarbeiter abgebaut. Zum 31. Oktober beschäftigte der Zulieferer konzernweit 2.621 Personen, davon 1.577 in Österreich. Eine weitere Personalreduktion ist nicht geplant. "Wir versuchen, mit unserer Stammmannschaft durchzukommen", sagte eine Sprecherin. Der 10,6-prozentige Mitarbeiterrückgang kam laut Geschäftsbericht großteils durch Auslaufen befristeter Arbeitsverträge an den slowakischen Standorten oder natürliche Abgänge zustande.

Vor Steuern (EBT) blieben Miba nach neun Monaten nur 4,3 Mio. nach 30,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist von 53,4 Mio. auf 27,3 Mio. Euro abgesackt.

Im dritten Quartal ist das Betriebsergebnis (EBIT) um fast zwei Drittel auf 3,1 (8,7) Mio. Euro zurückgegangen. Das EBT belief sich auf 2,9 (8,1) Mio. Euro, das EBITDA auf 10,1 (16,2) Mio. Euro. Der Umsatz betrug 79,8 nach 98,2 Mio. Euro.

Auftragslage unter Vorjahresniveau

Die Auftragslage verharrt weiterhin bei 129,9 Mio. Euro und liegt somit 23,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Per Ende Juli waren es 129,0 Mio. Euro (-30 Prozent). Auch für die nächsten Monate geht Miba von keiner "wesentlichen Erholung der Kernmärkte" aus, wie es im Geschäftsbericht heißt.

Das Betriebsergebnis des Segments Miba Friction Group (Beläge), die mit dem stärksten Nachfrageeinbruch zu kämpfen hatte, in den ersten drei Quartalen einen Verlust von 7,5 Mio. Euro. Im Vorjahr betrug das EBIT noch 5,8 Mio. Euro. Schuld waren einerseits die massiven Umsatzrückgänge von 60,5 auf 35,7 Mio. Euro. Andererseits belasteten krisenbedingte Firmenwertabschreibungen in Höhe von 1,4 Millionen Euro in der slowakischen und der US-amerikanischen Tochter das Ergebnis.

Umsatzrückgang im Gesamtjahr

Für das Gesamtjahr rechnet Miba noch immer mit einem Umsatzrückgang von 20 bis 25 Prozent. "Wir bemerken eine leichte Bodenbildung, allerdings auf sehr niedrigem Niveau", so Miba-Vorstandschef Peter Mitterbauer laut Aussendung. Der Zulieferer habe sich vergleichsweise gut behauptet, müsse aber weiterhin an der Bewältigung der Krise arbeiten. Das kurzfristige Abrufverhalten wesentlicher Kunden spiegle die "weiterhin vorherrschende Unsicherheit der Märkte" wider und erschwere eine zuverlässige Prognose.

Der Schwerpunkt liege nach wie vor auf der nachhaltigen Liquiditätsstärkung. Die Nettoverschuldung hat sich bis Ende Oktober auf 3,5 Mio. Euro reduziert. Am 31. Jänner waren es 19,3 Mio. Euro. Der operative Cashflow liegt mit 29,4 Mio. Euro zwar deutlich unter dem Vorjahreswert (52,3 Mio.), sei angesichts des Ergebnisrückgangs aber positiv zu bewerten.(APA)

 

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