Südbahnhof gesperrt: Verkürzte Intervalle, verlegte Stationen

11. Dezember 2009, 13:19
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10.000 weitere ÖBB-Fahrgäste - Auf Linie 69A gelten für eine Station ÖBB-Tickets

Wien - Statt wie bisher 45.000 werden ab Sonntag am Bahnhof Meidling rund 55.000 ÖBB-Fahrgäste erwartet. Grund ist die Sperre des Südbahnhofs, der dem künftigen Wiener Hauptbahnhof Platz machen wird. Mit einer Reihe von Maßnahmen wollen die Wiener Linien das Weiterkommen der Bahngäste gewährleisten.

Verlegte Haltestellen und erhöhte Kapazitäten

* Im Bereich des Südbahnhofs wird die Haltestelle der Linie 69A direkt zum Ausgang des provisorischen Ostbahnhofs - "Südbahnhof (Ostbahn)" - gerückt. Die Station der Linien O und 18 werden so verlegt, dass sie vom neuen Schnellbahnaufgang der Station Südbahnhof (S-Bahn) beim Schweizergarten leichter erreichbar sind.

* Die Linie 62 wurde in den vergangenen Monaten auf ULF- oder Zweiwagenzüge umgestellt, was eine Kapazitätserhöhung von 35 Prozent (von Meidling in Richtung Innenstadt) ermöglicht.

Da die Gleise am provisorischen Ostbahnhof nun 150 Meter südlicher enden als vor der Sperre des Südbahnhofs, kann die Fahrt von der 69A-Station "Arsenal" zur Station "Südbahnhof" (bzw. auch umgekehrt) für die Zeit des Bahnhofsumbaus auch mit einem ÖBB-Ticket zurückgelegt werden.

* Direkt am Bahnhof Meidling/Philadelphiabrücke sollen Kapazitäten erhöht werden. Außerdem soll es ein ausgeweitetes Informationsangebot vor Ort geben.

* Die U6 wurde bereits in den vergangenen Monaten zur Gänze auf Niederflurwagen umgerüstet. Dadurch wurde die Fahrgastkapazität um 25 Prozent erhöht.

* Durch den Einsatz von zwei weiteren Garnituren werden die Züge der U6 alle zweieinhalb statt bisher alle drei Minuten fahren. Laut Wiener Linien gibt es dadurch durchgehend um zehn Prozent mehr Fahrten als im Normalbetrieb.

Info-Offensive

Die verschiedenen Maßnahmen und Änderungen sollen den Fahrgästen im Rahmen einer Informationsmaßnahme näher gebracht werden.

* Am provisorischen Bahnhof "Südbahnhof (Ostbahn)" und am Bahnhof Meidling wurden gemeinsam mit den ÖBB Wegeleitsysteme eingerichtet.

* MitarbeiterInnen des seit Anfang November tätigen "Linienservice" sollen ab 13. Dezember speziell in der Station Philadelphiabrücke den Fahrgästen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

* In der U6-Station Philadelphiabrücke wird die Infostelle der Wiener Linien am 13. Dezember wieder eröffnet und wochentags von 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr geöffnet sein.

* In den U-Bahn- und Straßenbahngarnituren sowie in den Bussen und an den Haltestellen sollen vermehrt Durchsagen zur neuen Situation geschalten werden. An zahlreichen Haltestellen der betroffenen Linien sowie in den U-Bahn-Knotenpunkten und in allen Stationen der U1 wurden Avisotafeln mit Detailinformationen angebracht.

Appell zur Benutzung von Schnellbahn und Regionalzügen

Da die Wiener Linien trotz dieser Maßnahmen speziell in den Stoßzeiten eine "beträchtliche Auslastung" besonders der U6 erwarten, werden die Fahrgäste ersucht, "die Schnellbahnen und Regionalzüge im Kernbereich Wiens verstärkt in Erwägung zu ziehen". Diese Züge werden nämlich auch während der Sperre des Südbahnhofs unverändert über die Stammstrecke (Wien Meidling bis Floridsdorf) durch Wien weitergeführt. (red)

  • 10.000 weitere Fahrgäste für den Bahnhof Meidling: Die Kapazitäten auf der Linie U6 wurden zwar erhöht, dennoch empfehlen die Wiener Linien verstärkt auch Schnellbahnen und Regionalzüge zu nutzen.
    foto: derstandard.at/glicka

    10.000 weitere Fahrgäste für den Bahnhof Meidling: Die Kapazitäten auf der Linie U6 wurden zwar erhöht, dennoch empfehlen die Wiener Linien verstärkt auch Schnellbahnen und Regionalzüge zu nutzen.

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