UNO-Beauftragter Eide kündigt Rücktritt an

11. Dezember 2009, 11:45
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Norweger: Hatte von Anfang an Zwei-Jahres-Perspektive - Geschasster Stellvertreter warf ihm Kollaboration mit Karzai vor

Oslo - Der UNO-Sondergesandte für Afghanistan, der Norweger Kai Eide, hat offiziell seinen Rücktritt für kommendes Frühjahr angekündigt. Eide sagte am Freitag der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, er habe UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon gebeten, einen Nachfolger für ihn zu suchen.

"Da ist nichts Dramatisches dahinter. Ich habe bereits bei meinem Arbeitsantritt klar gemacht, dass ich eine Zwei-Jahres-Perspektive habe", so der norwegische Diplomat. Sein Mandat als Afghanistan-Beauftragter endet im März 2010.

Eide war zuletzt rund um die umstrittene afghanische Präsidentschaftswahl heftig kritisiert worden. Sein früherer Stellvertreter Peter Galbraith, der Ende September überraschend entlassen worden war, hatte Eide vorgeworfen, den Wahlbetrug zugunsten von Präsident Hamid Karzai verharmlost und "gemeinsame Sache" mit Karzai gemacht zu haben. (APA)

Nachlese:

derStandard.at-Interview mit Peter Galbraith: "Karzai hat die Wahl gestohlen"

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