Tripleerfolg für ÖSV-Herren

11. Dezember 2009, 16:16
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Benjamin Raich siegt in der Superkombi von Val d'Isere vor Marcel Hirscher und Romed Baumann

Val d'Isere - Benjamin Raich führte am Freitag in der Super-Kombination der alpinen Ski-Herren in Val d'Isere einen Dreifacherfolg des ÖSV an. Die drei Rennen anhaltende Siegesserie des Schweizers Carlo Janka ist damit beendet. Der Pitztaler setzte sich 0,89 Sekunden vor Marcel Hirscher und 1,55 vor Romed Baumann durch, der sich den dritten Rang mit dem Südtiroler Manfred Mölgg teilen musste. Im Gesamtweltcup liegt der Allrounder aus Tirol als Zweiter 79 Punkte hinter Janka.

Nach dem Super-G war Raich an vierter Stelle gelegen, er wehrte im Slalom die Angriffe der zur Halbzeit vor ihm liegenden Hirscher, Janka (Ausfall) und Sando Viletta (am Ende Siebenter) ab. "Auf dem Hang muss man fehlerfrei fahren. Es war kein schlechter Super-G und auch der Slalom war sehr gut", erzählte Raich, der seinen 35. Weltcupsieg feierte, den siebenten in der Kombination. Für die ÖSV-Alpin-Herren war es der erste Dreifacherfolg seit dem Super-G am 3. Dezember 2007 in Beaver Creek, als sich Hannes Reichelt vor Mario Scheiber und Christoph Gruber durchgesetzt hatte.

"Ich habe noch Reserven"

Der 31-jährige Raich hat im WM-Ort von 2009 im Super-G am Samstag und im Riesentorlauf am Sonntag noch zwei weitere gute Chancen auf Top-Platzierungen, jedenfalls will er Janka die Spitzenposition streitig machen. "Ich habe die Piste ganz gut absolviert, ich denke, ich habe noch Reserven." Wegen der Steilheit ähnelt der Super-G auf der "Face Bellevarde" einem Riesentorlauf, das haben sich Raich, aber auch seine Teamkollegen Hirscher und Baumann zunutze gemacht.

Der junge Salzburger Hirscher, der einen beherzten Super-G fuhr ("Es hat voll Spaß gemacht"), hatte im Slalom sein Temperament im Griff und wurde mit Rang zwei und seinem besten Weltcupergebnis bisher überhaupt belohnt. "Dass der Benni so davonfahrt, hätte ich mir nicht gedacht. Mein Slalom war nicht das Highlight, der Super-G war jedoch überraschend. Unglaublich, dass ich ganz vorne mit dabei war", konnte er seine Glanzleistung auf der Speed-Teilbewerb auch am Nachmittag noch nicht ganz glauben. "Schön langsam komme ich dem Sieg immer näher", meinte der 20-jährige aus Annaberg, der im Weltcup zum vierten Mal auf das Podest gefahren war.

Dritter Stockerlplatz für Baumann

Seinen dritten Stockerlplatz in seiner Karriere verbuchte Baumann, der allerdings in der Kombination heuer in Sestriere bereits einmal gesiegt hatte. Der Sechste nach dem Super-G fuhr wie schon in Beaver Creek einen starken Slalom. "Ich wusste, dass ich gut drauf bin. Ich bin ohne gröberen Fehler runtergekommen. Im Super-G habe ich voll riskiert, das ist oben aufgegangen. Im unteren Teil war ich von der Linie her einfach zu gerade. Und dann fährst du einfach auf jeden Schlag gerade drauf. Zwei- dreimal war der Außenski einen Meter in der Luft, von dem her habe ich geglaubt, dass ich mit größerem Rückstand abschwingen werde."

Erleichtert über das Ergebnis war auch ÖSV-Alpinchef Hans Pum. "Unsere Läufer haben alles richtig gemacht. Wichtig ist, konzentriert weiterzuarbeiten." Die Schweizer landeten dieses Mal im geschlagenen Feld, Viletta war als Bester Siebenter. Der große Triumphator der Überseerennen, Carlo Janka, ist am Freitag nicht vom Glück verfolgt gewesen. Vor dem Super-G hatte er vergessen, an beiden Schuhen je zwei Schnallen zu schließen, im Slalom rutschte er weg und schied aus. (APA)

 

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    Raich am schnellsten Weg ins Tal.

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