Wiener Hafen: Schiebetor gegen Hochwasser

11. Dezember 2009, 10:01
  • Ein 500-Tonnen-Kran hebt die Torelemente in die Hafentor-Anlage, die den Hafen Freudenau künftig vor Hochwasser schützen wird.
    foto: pressefoto votava

    Ein 500-Tonnen-Kran hebt die Torelemente in die Hafentor-Anlage, die den Hafen Freudenau künftig vor Hochwasser schützen wird.

200 Tonnen schwerer Stahlkoloss bietet zusammen mit Pumpwerk Schutz

Wien - Wasser kann auch für Häfen gefährlich werden, vor allem dann, wenn es zu viel wird. Bei der großen Flut 2002 stand das Wasser im Wiener Donauhafen Freudenau außerhalb des Hafenbeckens weit über einen Meter hoch. Wochenlang eingeschränkter Betrieb und drei Millionen Euro Schaden waren die Folgen. Nun erhält der Hafen ein großes Tor bei der Einfahrt. Am Donnerstag wurden die ersten Elemente eingebaut.

Der riesige Stahlkoloss wurde in vier Teilen angeliefert, wozu Spezial-Lkw notwendig waren. Jedes Element ist 26,5 Meter lang, 3,5 Meter hoch und zwei Meter dick. Ein Kran, dessen Greifarm bis zu 35 Meter hoch ausgefahren wurde, hob am Vormittag das erste Stahlelement vom Lastwagen in die Hafentoranlage. Insgesamt wird das Riesentor 200 Tonnen wiegen. Es funktioniert wie ein Schiebetor und wird geschlossen, noch bevor ein Hochwasser Wien erreicht hat.

Den Wasserstand innerhalb des Hafenbeckens regelt ein Pumpwerk. Dieses kann drei Kubikmeter Wasser pro Sekunde abpumpen, was laut Hafen vor allem dann notwendig ist, wenn starke Regenfälle zum Hochwasser dazukommen.

Mit dem Einbau der Elemente ist ein wesentlicher Teil der Arbeiten am Hochwasserschutz-Programm des Wiener Hafens verwirklicht. Nach Abschluss der Baumaßnahmen ab Mitte 2010 könne der Warenumschlag auch bei Hochwasser ungestört weiter laufen. Die Schutz-Einbauten sind Teil eines 150 Millionen Euro teuren Ausbau-Programms des Wiener Hafens. Genauso wie der Hafen Freudenau wird auch der Hafen Albern mit einem Hafentor bis Mitte 2013 komplett hochwassersicher gemacht. Die Arbeiten dazu werden im kommenden Jahr beginnen. (APA)

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7 Postings
200 Tonnen -

das ist Leichtbau;

kleiner Tipp; schleichen Sie sich am Bahnsteig mal an eine Lok ran (ist total ungefährlich und erlaubt - sofern man am Bahnsteig bleibt und nur aus der Distanz schaut) und suchen Sie die Gewichtsangaben ...

verwechselt

dürfte eine kleine verwechslung hafen freudenau mit ölhafen vorliegen. beide gehören zum "wiener hafen", aber nur der ölhafen liegt in der donaustadt (wien 22). der hafen freudenau liegt nahe der "freudenau" und somit im 2. bezirk.

schon mal

eine Lok im Wasser versenkt?
.. und danach durch Luft hinein pumpen wieder heraufgeholt?

... ist irgendwo da unten ...

und daher wohl keiner genaueren Recherche würdig ...

nicht albern sien!

dod en wossa

waun s me aussezan
waun s me aussezan
aus da donau
untan wintahofm
bei oewan . . .

auch da "da unten" gibts wichtige orte

einen alberner hafen gibts auch, sie thumpf.

?

marmeladinger: lesen!

wanst a glick hast sixt
wies in oewan an
aus da donau ausezahn

wannst a pech hast bistdas söwa

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