Fertiges Maimonides-Zentrum komplettiert neuen IKG-Campus

10. Dezember 2009, 19:36
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Komplex beinhaltet zudem Jüdische Schule und Sportanlage - Eröffnung am 15. Dezember

Wien - Mit der Eröffnung des Maimonides-Zentrum, eines modernen Senioren- und Pflegeheims, am kommenden Dienstag ist der neue Campus der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) in der Wiener Leopoldstadt nun endgültig fertig. Der rund 28.000 Quadratmeter große Komplex wurde in dreijähriger Bauzeit um 93,5 Mio. Euro errichtet. Die betreuten Wohnungen mit 204 Betten ersetzen künftig das bisherige IKG-Heim in Döbling. Die Übersiedelung von knapp 150 Personen soll bis 21. Dezember abgeschlossen sein, sagte IKG-Präsident Ariel Muzicant am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

Neben den bisherigen Bewohnern der Döblinger Einrichtung, die verkauft wird, haben sich laut Muzicant bereits rund 30 Menschen einen Platz reserviert. "Komplett voll" sollen die Ein- und Zweibettzimmer dann im April sein. Zum Maimonides-Zentrum gehört zudem eine "Seniorenresidenz", also 38 mietbare Appartements mit zusätzlichem Serviceangebot, sowie 111 herkömmliche Wohnungen. Neben diversen Shops und Dienstleistungen werden die Mieter mit ausschließlich koscherer Küche versorgt, hieß es.

Die Vergabe der Plätze sei an keinerlei Mitgliedschaft bei der Kultusgemeinde gebunden, die Religionsangehörigkeit werde ebenfalls nicht überprüft, stellte Muzicant klar: "Es gibt keinerlei negative Arierparagrafen." Was die Kosten für ein Pflegezimmer betrifft, wird allen Bewohnern 80 Prozent ihrer Pension berechnet - 13. und 14. Monatsbezug ausgenommen. Der Rest wird von der Stadt Wien getragen.

Offiziell eröffnet wird der Campus am kommenden Dienstag von Bundespräsident Heinz Fischer, wobei auch Israels Verteidigungsminister Ehud Barak auf der Gästeliste steht. Ob er tatsächlich kommen wird, ist laut IKG noch nicht ganz fix. Bereits am Sonntag sind alle Wiener ab 14.00 Uhr zu einem Tag der offenen Tür geladen, um gemeinsam Chanukka, das traditionelle jüdische Lichtfest, zu feiern. Neben Popstar Idan Raichel wird auch der Wiener Jüdische Chor dort konzertieren. (APA)

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    Blick aus einem der oberen Stockwerke in den Hof des Maimonides-Zentrum.

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