Kriminelle nahmen Schulkinder als Geiseln

10. Dezember 2009, 19:24
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Offenbar kein politischer Hintergrund

Manila - Geiseldrama an einer Schule im Süden der Philippinen: Bewaffnete haben 75 Menschen in ihre Gewalt gebracht, darunter zahlreiche Kinder. Nach Angaben von Polizei und Armee ereignete sich die Geiselnahme am Donnerstag im Ort San Martin in der Stadt Prosperidad in der Provinz Augusan del Sur, etwa 870 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.

17 Schüler und ein Erwachsener konnten nach einigen Stunden aus der Geiselhaft befreit werden. "Alle Befreiten waren unverletzt und wir hoffen, dass auch die verbliebenen 57 Geiseln bald frei kommen", sagte ein Polizeisprecher.

Zunächst war unklar gewesen, ob es sich um kommunistische oder islamistische Rebellen oder eine Gruppe organisierter Krimineller handelte. Später hieß es, die etwa 15 Täter seien Verbrecher. Sie wollten mit der Geiselnahme angeblich erzwingen, dass Haftbefehle und Mordanklagen gegen sie nicht vollzogen werden. (APA)

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