Hypo sitzt auf schwimmenden Problemen

10. Dezember 2009, 18:08
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Raten für hunderte Boote und Yachten offen

Wien - Die Hypo Group Alpe Adria bzw. ihre Leasing-Töchter dürften derzeit zu einem der größten Schiffs- und Yachtanbieter der Branche zählen. Im Rahmen des Leasing-Geschäfts hat die Hypo in Südeuropa einen Schwerpunkt bei Booten gesetzt - dem Vernehmen nach sollen hunderte Yachten verleast worden (und einige davon auch verschwunden) sein.

Die Krise, die Südosteuropa besonders stark getroffen hat, bewirkt nun aber massive Zahlungsausfälle. Die Folge: Die Bank sitzt auf jeder Menge Boote, auch Flugzeuge sollen - wenngleich zahlenmäßig wesentlich weniger spektakulär - ein ähnliches Problem darstellen. Die Rede ist von rund 60 Fliegern, die die Hypo finanziert habe.

Abgearbeitet wird das schwimmende Problem von der Abteilung Group Rehabilitation Leasing. Laut Bankern bietet allein der österreichische Hypo-Arm derzeit 21 "von den Leasing-Nehmern zurückgekommene" Motoryachten und Segelschiffe per Internet zum Kauf an. Die können sich sehen lassen: Von 8,95 Meter und 239 kW begonnen (Kostenpunkt: 59.900 Euro) bis zum 46-tonnigen "Dominator 62S" um 1,395 Mio. Euro (18,55 Meter, 809 kW) ist alles zu haben. (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.12.2009)

 

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