Bandion-Ortner drängt auf Verstärkung bei Justiz-Personal

11. Dezember 2009, 12:14

Hoffnung auf Aufstockung noch vor nächsten Budgetverhandlungen

Wien - Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (V) sieht sich durch die nun vorliegende neue Personalanforderungsrechnung (PAR) in ihrer Forderung nach mehr Justizpersonal bestätigt. "Das gibt uns Rückenwind in den Verhandlungen mit dem Bundeskanzleramt", sagte eine Sprecherin am Freitag. Laut PAR fehlen 187 Richter und 43 Staatsanwälte.

Eigentlich beginnen die nächsten Budgetverhandlungen erst im Herbst 2010, "aber wir hoffen, schon vorher auf fruchtbaren Boden zu stoßen", wurde im Ministerium betont. Die Untersuchung untermauere die Aussagen der Justizministerin der vergangenen Monate: Bereits seit Jahren sei die Personaldecke in der Justiz dünn, in der Wirtschaftskrise sei das Problem weiter virulent geworden.

Gegenüber der ersten PAR in den 1990er Jahren seien zudem die Verfahren komplexer geworden, der Auslandsbezug gestiegen und vermehrt wirtschaftliche Verflechtungen zu berücksichtigen. Der Endbericht zur nunmehrigen Untersuchung liegt zwar noch nicht vor, der kolportierte Bedarf sei aber korrekt. Das Bundesrechenzentrum ist nun dabei, den Personalbedarf für die einzelnen Gerichte und Sprengel zu berechnen.

Bandion-Ortner werde sich jedenfalls weiter "mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass der Justiz jene Ressourcen zur Verfügung stehen, die zur Aufrechterhaltung des hohen Standards benötigt werden", so die Sprecherin. Auch mit dem Personal - das sich mit einer Vielzahl an E-Mails an die Ministerin gewandt hat - sei man im Gespräch. Es werde "alles Denkmögliche" versucht, um Ressourcen freizuschaufeln. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 39
1 2
wer?ich??
00
21.12.2009, 09:54
bandion-ortner dräng(el)t auf mehr busspuren

Ricardo Montalban
02
21.12.2009, 09:11

JA zu mehr Personal!

Was ist eigentlich mit dem BUWOG-Fall?? Nicht versteuertes Beratungshonorar, Preisabsprachen, Freunderlwirtschaft - und alles wieder mal im Nahbereich vom Grasser!

barro
01
20.12.2009, 14:19
Bandion-Ortner drängt auf Verstärkung bei Justiz-Personal

Uns wäre es lieber, wenn sie sich für ihren Rücktritt einsetzen würde!!

Fetz Pepi
00
14.12.2009, 13:56
Anwesenheitspflicht

eine Vertausendfachung kann nicht dafür sorgen, dass die wegen Korruption liegen bleibenden Verfahren beschleunigt werden. Wichtig wäre die Änderung des Richteridenstgesetzes dass Richter in der Arbeitszeit anwesend sein müssen. Das würde die Produktivität ganz erheblich erhöhen

Mat Schreiber
00
ah...eine kleine verfassungsänderung wird gewünscht ;)

Abrakadabra67
02
18.12.2009, 11:36
Angestellte verbringen 38% ihrer Arbeitszeit unproduktiv.

Quelle: http://www.kleinezeitung.at/allgemein... 6/index.do
Die Belastungsituation der Richter wurde von einem sehr teuren und renommierten Schweizer Unternehmensberatungsinstitut gemessen (unverdächtig, sollte man meinen), und zwar weil es keine feste Anwesenheitszeit gibt, nur die tatsächliche Tätigkeit. In 100% Richterbelastung sind also 40 Stunden Dauerarbeit und weder Pausen noch sonstige Leerläufe drin. Ändert man die Richterarbeitszeit auf einen fixen Zeitrahmen, bei dem dann - wie bei Angestellten - auch die Leerläufe gezahlt werden müssen, fehlen also nochmals 38% Kapazität. Von den Überstunden, die dann nicht mehr gratis sein würden, ganz zu schweigen.

Miss Trauen1
 
00
14.12.2009, 22:32

... oder die "Büroschlafquote".

Die Geschäftsverteilung für Richter ist im Prinzip gerecht, manchen aber wohl "gerechter"...

http://www.zpa.at
01
13.12.2009, 16:29

- sofort 10 neue Bundesstaatsanwälte plus Mitarbeiter für die Hypo Alps Adria abstellen !

pater hirni
00
20.12.2009, 10:51
ich finde es immer wieder kostlich,

wenn pensionisten unter dem decknamen einer nicht-exististenten partei poposten, zentraler prolo agent. wie küssen derfäkale und die scheuch-buben eigentlich?

Ava Tar
01
11.12.2009, 17:02
Da hat sie schon recht

sonst vergißt wieder ein Angegrauter vor lauter Überarbeitung eine Anzeige gegen einen Minister, selbst wenn der Florian Klenk mehrmals nachfragt

turn of a friendly card
01
13.12.2009, 15:31
Diese Frau ist eine Zumutung sondergleichen.

Apropo: Vergessen......

Das hat bei uns System oder glauben Sie etwa, dass derartige Bericht unserer Frau Ministerin vorenthalten werden können :-)))))

http://derstandard.at/125928173... chs-Justiz

Wir sind die Lachnummer Europas!

der tueftler
00
11.12.2009, 16:41
wo gibts das noch?

nach der alten PAR (jaja, das gabs schon mal). wurde den richtern ein arbeitspensum zugeteilt. damit es aber nicht zu teuer wird, bekamen sie 20% zuschlag, natürlich ohne extra gehalt. wer das nicht in der vorgesehenen zeit schaffte, weil er eben genau arbeiten wollte, der hatte pech. überstunden werden nicht bezahlt!
stellen wir uns das mal bei einem arbeiter oder angestellten vor: wenn du das plansoll nach refa nicht schaffst, dann musst du länger hackeln...
staatsanwälte verdienen übrigens etwas mehr und bekommen überstunden extra. die ausbildung ist exakt gleich.

Di Fu
00
Staatsanwälte und Überstunden

Wie kommen Sie darauf, dass Staatsanwälte Überstunden extra bezahlt bekommen?

Einseifer
00
14.12.2009, 07:08
Ich hätte die bezahlten Pausen abgeschafft, oder noch besser, die Arbeitszeit als Pause verrechnet!

Dann wäre mehr weitergegangen.

Genau arbeiten und im Plan sein, das ist in der Privatwirtschaft üblich!

Ingen Ting
00
11.12.2009, 15:56

Für alle, die ein Mehr an BeamtInnen befürchten: Dazu wird es nicht kommen, weil derzeit an Mangel an JuristInnen besteht, die dringend in die div. Kanzleien mit wesentlich besserer Gage abgesaugt werden. Wenn Recht aber nicht mehr in einem zeitlich akzeptablen zeitlichen Rahmen umgesetzt werden kann, was dann? Ein Blick in Länder ohne funktionierendes Rechtssystem genügt.Das Vertrauen in den Rechtsstaat geht verloren und damit wird der Wirtschaftsstandort Österreich massiv geschwächt.

der tueftler
01
11.12.2009, 16:46
stimmt... zum teil

mehr gehaltsempänger gäbe es nicht, man müsste nur die fertig ausgebildeten richteramtsanwärter übernehmen. das würde höhere gehälter kosten, aber nicht mehr personal, oder mehr schreibtische! diese fertig ausgebildeten richter jetzt als "beiwagerl" mitlaufen zu lassen ist eigentlich reine verschwendung, sie könnten und sollten sebständig arbeiten. dass allzulange verfahren den wirtschaftsstandort schwächen, ist klar, aber auch andere schäden sind zu befürchten. wenn ein richter keine zeit für die sorgfältige beurteilung einer wegweisung hat, dann ist jede fehlentscheidung in die eine oder andere richtung sehr gravierend für die betroffenen. das kann man auch nicht auomatisieren.

Uljanovnig
02
11.12.2009, 14:59
Neues zusätzliches Personal bitte dringend


zu uns nach Kärnten !!!!

Staatsanwälte, unbestechliche Richter, Untersuchungsrichter, Schreibkräfte, Gefängniswachen, Gefängnisköche ...

Damit in meiner gesetzlosen Heimat endlich was weitergeht !!!

che_guevara2
01
11.12.2009, 14:00

was hat die dame vor kuzem noch getönt..???

durch meine reform wird alles besser....


durch das was ich gemacht habe sparen wir sogar personal ein...


jaja und wäre besser gewesen sie wäre bei ihren brillen geblieben...

10 dag Meinungswurscht - dünn aufschneiden bitte!
 
00
11.12.2009, 13:28
Schafft den "Online-Judge"

Erst gehört einmal evaluiert, welche Kosten pro Verfahren anfallen, dann eine gewisse Kategorisierung vorgenommen.

Mit diesem Datenmaterial wird man dann die neue Interventionsstufe des "Online Mediators" schaffen. (Spielt sich alles noch "vor" der eigentlichen Gerichtsinstanz ab.)

Dabei wird unter anderem mit Erkenntnissen aus der Spieltheorie, den Streitparteien schmackhaft gemacht eine gütliche Einigung herbeizuführen. Eine Art von moderiertem Justiz-Chat mit sanftem Druck zur Lösung a la "Mir werdn kan Richter (ned) brauchen!" ;-)

Bin überzeugt - obwohl die ÖsterreicherInnen gelernte Streithanseln und -hänsinnen sind - das wäre eine zukunftsträchtige Vorgangsweise. (Nach einer gründlichen Evaluierungs- und Lernphase natürlich.)

Abrakadabra67
00
11.12.2009, 19:44
Für den Anteil der notorischen Streithansln.

die in der Justiz sicher eine statistisch relevante, wenn auch nicht überwiegende, Rolle spielen - perfekt. Es geht denen eh mehr um die Selbstinszenierung als um konkret Ergebnisse, auch wenn sie es sich natürlich nie eingestehen würden. Die österreichische ORF-Mediationsshow könnte a) ein Quotenhit werden und b) rund 5% des Gerichtsanfalls sicher einsparen.

der tueftler
00
11.12.2009, 16:36
haben sie die PAR nicht verstanden?

genau so eine evaluierung ist die PAR. jede art von verfahren, ob am bezirksgericht oder weiter oben, ob unterhalt oder sachwalterschaft etc. wurde evaluiert und in richterminuten bewertet.
genau so eine evaluierung macht sinn und sollte auch anderswo gemacht werden. aber wenn man jetzt nachher meint, wenn nicht exakt das heraus kommt, was ich glaube, dann ist sie falsch, dann erübrigt sich jede rechnung, egal ob inländisch oder ausländisch. dann nehmen wir den durchschnitt der poster....

10 dag Meinungswurscht - dünn aufschneiden bitte!
 
02
11.12.2009, 13:15
Easy it ...

Der einzige Weg der in dieser Beamtenrepublik immer wieder beschritten ist, ist der des "mehr"!

Mehr Beamte, mehr Subventionen, mehr, mehr, mehr ...

Less is more, easy it ... reduziert die Häftlingszahlen und ihr kommt mit dem bestehenden Personal aus.

Wenn die Häftlingszahlen steigen, so kann das auch bedeuten, dass das System zu oft oder zu streng straft.

Aber natürlich, die nächsten Personalvertretungswahlen kommen bestimmt ... und da zählt dann nur die pure Beamten-Masse!

carbonara
10
11.12.2009, 13:13
MEHR Beamte, noch mehr, noch mehr....

wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld....

der tueftler
00
11.12.2009, 16:32
stimmt, so war es bisher, aber

eine kalkulation durch ein ausländisches institut ist doch sicher einfortschjritt. ich würde meinen, das sollten andere auch so machen, zb in den verwaltungen der läner usw... alle reden darüber wieviel uns die bundesländer kosten, ich brauch sie nicht! wieviele richter wir bei der derzeitegn gesetzeslage brauchen, das hat man jetzt errechnet. immerhin gerechnet, nicht geschätzt! das ist genau der richtige weg, aber wenn man ihn im nachhinein anzweifelt, wird niemand mehr rechnen und das wäre schade!
richter bekommen übrigens keine überstunden bezahlt wie etwa staatsanwälte. man kann von niemandem verlangen mehr zu arbeiten als bezahlt wird. dass sie auch zuhause arbeiten können, ist wohl ein vorteil, den aber auch nicht alle nutzen können

kasimir nudelsack
00
11.12.2009, 20:56
leider

bekommen staatsanwälte auch keine überstunden bezahlt. wäre aber schön.

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