Punsch im Hygienetest

10. Dezember 2009, 16:19
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Die untersuchten Proben Punsch wiesen keine Keime auf - In einem Häferl Punsch bis zu neun Zuckerwürfel

Wien - Adventzeit ist Punschzeit. Ob Punsch und Häferl auch hygienisch einwandfrei sind und wie es mit dem Alkohol- und Zuckergehalt aussieht, hat die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Mit Durchfallerkrankungen auf Grund von Keimen brauche man nicht zu rechnen, dafür wiesen die Getränke einen hohen Zuckergehalt auf.

Für die Untersuchung wurde Punsch, der auf verschiedenen Adventmärkten ausgeschenkt wird, genauer betrachtet. Die mikrobiologischen Untersuchungen auf bakterielle Krankheitserreger wie Staphylokokken, Escherichia coli, Enterobacteriaceae und den viralen Erreger Norovirus brachten ein negatives Ergebnis, das heißt die Punschhäferl sind gut gereinigt und entsprechen den hygienischen Erfordernissen.

Haut- und Darmkeime als Hygieneindikatoren

Die genannten Keime trägt jeder Mensch in sich: Staphylokokken finden sich auf der Haut und im Rachenraum; Escherichia coli, Enterobacteriaceae und Noroviren sind Darmbewohner. Daher eignen sie sich als so genannte "Hygieneindikatoren": Werden die Häferl nicht entsprechend gereinigt, können die Keime am Häferlrand überleben und so von Person zu Person weitergegeben werden. Bei den aktuellen Untersuchungen wurden allerdings keine dieser Keime nachgewiesen, aus hygienischer Sicht waren alle Proben einwandfrei.

Neun Zuckerwürfeln pro Häferl

Neben dem Hygienezustand wurde auch der Alkohol- und Zuckergehalt getestet. Der Alkoholgehalt der getesteten Punsche lag zwischen vier und sieben Volumsprozent. Zum Vergleich: Ein Premiumbier liegt bei rund fünf Volumsprozent, Weißwein bei elf. Allerdings lasse sich laut AGES der Alkohol oft nicht mehr herausschmecken, da die Punsche stark gesüßt seien. Der Zuckeranteil lag bei bis zu zehn Prozent, das entspricht bis zu neun Zuckerwürfeln pro Häferl. 

Der klassische Punsch besteht aus den fünf Zutaten Wasser, Zucker, Zitrone, Tee und Arrak (ein Palmweindestillat mit 50 bis 60 Volumsprozent Alkohol). Mittlerweile gibt es viele Variationen dieses Getränks, denn eine gesetzliche Regelung, welche Zutaten für den Punsch verwendet werden müssen, wurde in den 1970er Jahren aus dem Österreichischen Lebensmittelbuch gestrichen. Ein Faktum hat sich hingegen nicht geändert: Sämtliche Zutaten für den Punsch müssen den lebensmittelrechtlichen Vorgaben entsprechen. (red)

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