TU Graz nicht in Endrunde für EU-Kompetenzzentrum

10. Dezember 2009, 18:09
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Sechs Kandidaten sind zum letzten Hearing Mitte Dezember eingeladen

Graz - Die Technische Universität Graz ist nicht mehr im Rennen um eines der aktuell ausgeschriebenen ersten Zentren des Europäischen Technologieinstituts (EIT). Dies wurde Donnerstagabend in einer Aussendung der TU Graz bestätigt. Damit ist das Konsortium der TU Graz für ein EU-Kompetenzzentrum (KIC) für nachhaltige Energien jenen der Dänischen DTU und der Schwedischen KTH unterlegen.

Das "European Institute of Innovation and Technology" (EIT) der Europäischen Kommission hat am 30. November die Einladungen an die sechs Kandidaten für das letzte Hearing verschickt, heißt es auf der Homepage des EU-Technologieinstitutes mit Sitz in Budapest. Dort werden sich die Kandidaten am 16. Dezember ein letztes Mal präsentieren, im Anschluss wird über die ersten "zwei oder drei" Kompetenzzentren ("KIC" - Knowledge and Innovation Community) entschieden und dies kurze Zeit später offiziell bekanntgegeben. Die KICs sind die operativen Einheiten des EIT. Sie sollen mit innovationsorientierter Spitzenforschung und Ausbildung sowie durch die Verbreitung vorbildlicher innovativer Verfahren die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas verbessern.

Das geplante Projekt

Mit der Bewerbung für eines der ersten EU-Kompetenzzentren "KIC" (Knowledge and Innovation Community) wollte die TU Graz internationales Know-how im Bereich nachhaltige Energien bündeln, Innovationen vorantreiben und den Unternehmergeist in diesem zukunftsträchtigen Wirtschafts- und Wissenschaftszweig anfachen. Das von der TU Graz beantragte Großprojekt, das Universitäten, Forschungseinrichtungen und politische Entscheidungsträger zu einem Innovations-Cluster im Bereich der nachhaltigen Energie verbinden sollte, war auf 15 Jahre anberaumt. Geplant war eine GmbH mit Hauptsitz in Graz und Zweigstellen zunächst in Hamburg und Twente. Insgesamt hätte das KIC mehr als 260 Partner, davon über 30 österreichische Unternehmen, umfasst.

Das von der TU Graz angeführte KIC-Konsortium namens "eCANDO", das u.a. Teams an der TU Hamburg-Harburg/ Deutschland, der Universität von Twente (Niederlande) und die italienische Fondazione Bruno Kessler als strategische Partner umfasst, will seine Arbeit dennoch fortführen. "Das Konsortium ist dazu bestimmt weitergeführt zu werden", so TU-Rektor Hans Sünkel am Donnerstag. Das Konsortium will nun versuchen, die fehlenden 25 Prozent des Budgets durch andere EU-Förderkanäle zu ersetzen, hieß es.

Ebenso will das erst jüngst gegründete europäische Netzwerk "European Sustainable Energy Innovation Alliance" (ESEIA), zu dessen Präsidenten Hans Sünkel ernannt wurde, die Realisierung von mehreren zentralen Initiativen des Konsortiums unterstützen. Bereits im kommenden März werde es das nächste ESEIA-Treffen in Brüssel geben. (APA/red)

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