Gehaltserhöhung für EU-Beamte

10. Dezember 2009, 15:09
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Verfahren mit einjähriger Verspätung - Österreichs Beamte hatten für heuer 3,55 Prozent erhalten

Brüssel - Die umstrittene Gehaltserhöhung für Beamte der Europäischen Union von 3,7 Prozent für 2010 wird von der EU-Kommission mit dem dafür vorgesehenen Regelwerk verteidigt, das außerdem eine zeitliche Verzögerung von einem Jahr gegenüber den Anhebungen für die Staatsdiener in ihren Heimatländern bewirkt. So könne man beispielsweise die für das heurige Jahr geltende Erhöhung der österreichischen Beamten von 3,55 Prozent mit jener der EU-Beamten für 2010 vergleichen und dabei gebe es nicht sehr viel Unterschied, hieß es in der EU-Kommission am Donnerstag.

Betrachtet man die Erhöhungen von 2004 bis 2010, zeigt sich, dass die Gehaltsabschlüsse in der EU von 2004 bis 2007 deutlich unter jenen der österreichischen Beamten lagen. Ab 2008 drehte sich das Verhältnis, wobei 2008 und 2009 die Unterschiede nicht sehr hoch waren. Erst für 2010 - die Zustimmung der EU-Staaten ist formal noch ausständig - ist eine gewaltige Differenz ersichtlich. Was die Kommission eben mit einer einjährigen Verzögerung begründet.

Nimmt man diesen Verzögerungseffekt, ergibt sich, dass - bei einem Abschluss der österreichischen Beamten 2003 von 2,1 Prozent - die EU-Beamten 2004 und 2007 weniger erhalten haben als die heimischen Staatsdiener 2003 und 2006. Mehr erhielten die Brüsseler Beamten 2005, 2008, 2009 und nun 2010 gegenüber dem jeweils davor liegenden Jahr für die Österreicher. 2006 wurde ein Gleichstand der EU gegenüber Österreich 2005 registriert. (APA) 

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