Bausektor atmet durch

10. Dezember 2009, 14:51
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Laut einer internationalen Studie erwarten 64 Prozent der befragten Bauunternehmer bis Mitte 2010 gleichbleibende oder sogar steigende Profite

Wien - Die Baubranche könnte die weltweite Wirtschaftskrise mit einem blauen Auge überstehen. Das zeigt die KPMG-Studie "Global Construction Survey 2009", für die Bauunternehmen in mehr als 30 Ländern befragt wurden. Eine Mehrheit von 53 Prozent der weltweit Befragten meldet höhere oder zumindest gleichbleibende Auftragsbestände gegenüber dem Vorjahr. Lediglich 44 Prozent rechnen mit einem Rückgang der Erträge aus dem aktuellen Auftragsbestand.

"Die Ergebnisse der internationalen Studie spiegeln größtenteils auch die Situation in Österreich wider", kommentiert KPMG-Geschäftsführer Ernst Pichler die Studie. Aufgrund der hohen Auftragsbestände vor der Krise und der im internationalen Vergleich hohen Infrastrukturinvestitionen durch die staatlichen Konjunkturpakete, werde die Bauleistung der österreichischen Bauunternehmen 2009 in etwa auf Vorjahresniveau erwartet.

Der Trend zu verstärktem Projektrisiko- und Working Capital Management sei auch in Österreich zu beobachten und wegen der aktuellen wirtschaftlichen Lage unumgänglich. Für die Zukunft gelte es abzuwarten, inwieweit es den Unternehmen gelinge, sich weiter zu diversifizieren und in Sondersparten wie Facility Management und PPP-Projekte Fuß zu fassen, so Pichler. (APA)

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