Österreich unter den letzten Zwölf

10. Dezember 2009, 14:49
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Russinnen schlugen Angola 23:21 und nahmen so die ÖHB-Damen trotz der Niederlage gegen die Ukraine mit in die Hauptrunde

Zhangjiagang/China - Österreichs junge Handball-Auswahl hat sich im letzten Gruppen-Spiel der Frauen-WM in China tapfer geschlagen, aber leider knapp verloren. Nach den Siegen gegen Thailand (51:11), Australien (45:10) und Angola (28:21) bzw. der Niederlage gegen Weltmeister Russland (19:32) musste sich die ÖHB-Truppe am Donnerstag in Zhangjiagang der Ukraine knapp 31:32 (17:15) geschlagen geben.

Weltmeister Russland schlug im letzten Spiel des Tages Angola 23:21 und nahm Österreich damit in die die Runde der letzten WM-Zwölf mit. Zuletzt hat das ÖHB-Team den Aufstieg in die Hauptrunde eines großen Turnier 2006 in Schweden geschafft, wo es letztlich den zehnten EM-Endrang gab.

"Kindergarten" fiel Stein vom Herzen

"Uns ist allen ein Riesenstein vom Herzen gefallen. Wir können glücklich und stolz sein, dass wir mit unserem Kindergarten zu den besten zwölf Ländern der Welt gehören. In den nächsten Spielen werden wir unsere Köpfe hoch halten und gegen die Großen kämpfen", sagte ÖHB-Teamchef Herbert Müller, der die Partie Russland - Angola live in der Halle miterlebt hatte.

Die Spielerinnen und Therapeuten blieben zur Behandlung und zum Abendessen im Hotel. "Es wird aber sicher noch eine Minifeier geben", kündigte Sportkoordinator Bernd Rabenseifner an. Engel und Co., die die zwei Punkte gegen Mitaufsteiger Angola mitnehmen und damit zwei Zähler mehr als Deutschland haben, übersiedeln am Freitag nach Yang Zhou.

Dort ist am Samstag in der Hauptrunde Dänemark der erste Gegner, am Sonntag warten die Deutschen und nach einem Ruhetag (Montag) kommt es am Dienstag zum Duell mit Frankreich. Vor den Spielen führen Russland und Dänemark (je 4 Punkte), vor Österreich und Frankreich (je 2) sowie Deutschland und Angola (je 0) die Tabelle an.

Heiß umkämpfte Partie gegen Ukraine

Gegen die Ukraine bekamen die Österreicherinnen vor allem die zwei Hauptwerferinnen des Gegners nicht in den Griff und verzeichneten außerdem über die Flügel eine schlechte Wurfquote. "Wir müssen lernen, in einem knappen Spiel den Sieg zu erzwingen. Gegen Angola haben wir bewiesen, das wir einen guten Gegner schlagen können. Aber da muss alles rund laufen", erklärte Müller.

Die Partie war von Beginn an heiß umkämpft, die Führung wechselte mehrmals, wobei Engel, Subke-Ofenböck und Co. öfters voran lagen. Als Schlüsselszene bezeichneten sowohl Müller als auch Frauen-Sportkoordinator unisono die Phase kurz nach der Pause. Beim Stande von 20:17 mussten Scheffknecht und Subke für je zwei Minuten auf die Strafbank und die 6:4-Überlegenheit nützte die Ukraine zum Ausgleich. Von da an ging es bis zur Schlusssirene ausgeglichen mit mehrmaligem Führungswechsel weiter. Das Siegestor erzielten die Ukrainerinnen in der letzten Minute, Österreich kam danach nochmals in Ballbesitz, der ersehnte Ausgleich glückte nicht mehr.  (APA)

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