Obama: "Krieg ist manchmal notwendig"

10. Dezember 2009 17:34

US-Präsident nahm Friedensnobelpreis "mit großer Demut" entgegen und setzte sich bei seiner Rede für Menschenrechte und Abrüstung ein

Mit "Dankbarkeit und Demut" hat Barack Obama in Oslo den diesjährigen Friedensnobelpreis entgegengenommen. Kritikern, die bemängelten, der US-Präsident habe noch nichts Großes erreicht, gab Obama recht.

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Oslo - US-Präsident Barack Obama sieht sich auch als Friedensnobelpreisträger der Sicherheit der USA verpflichtet. Die Annahme des Preises bedeute nicht, dass er angesichts der Bedrohungen für die USA die Hände in den Schoß legen werde, sagte Obama am Donnerstag in Oslo in seiner Rede zur Entgegennahme des Preises. Die Anwendung von Gewalt sei manchmal gerechtfertigt.

Obama würdigte zwar gewaltlose Aktionen wie die von Mahatma Gandhi oder Martin Luther King. "Aber als Staatsoberhaupt, das geschworen hat, meine Nation zu schützen und zu verteidigen, kann ich mich nicht nur von deren Beispiel leiten lassen."

Der amerikanische Präsident nutzte weite Passagen seiner Rede, um Kritik an seiner Afghanistan-Politik grundsätzlich zu begegnen. "Eine gewaltlose Bewegung hätte Hitlers Armeen nicht gestoppt, und Verhandlungen werden die Anführer von Al-Kaida nicht überzeugen, die Waffen niederzulegen."

Seinen Friedensnobelpreis nahm Obama mit "tiefer Dankbarkeit und großer Demut" entgegen. Der Preis spreche die höchsten Bestrebungen der Menschen an, sagte er beim Empfang der bedeutendsten internationalen Auszeichnung. "Ungeachtet aller Grausamkeiten und Mühsal in unserer Welt sind unsere Handlungen doch von Bedeutung, wir sind nicht nur Gefangene unseres Schicksals."

Die Bekanntgabe der Ehrung im Oktober hatte ein geteiltes Echo ausgelöst, da die USA unter Obama derzeit im Irak und in Afghanistan Krieg führen. In der vergangenen Woche hatte der US-Präsident angekündigt, 30.000 zusätzliche Soldaten an den Hindukusch zu entsenden. Das Nobel-Komitee hatte seine Entscheidung mit den "außerordentlichen Bemühungen" des US-Präsidenten um die atomare Abrüstung und die internationale Zusammenarbeit begründet.

"Ich kann nichts erwidern"

Verglichen mit anderen großen historischen Figuren wie Albert Schweitzer und Nelson Mandela sei das bisher von ihm Erreichte gering, gab Obama zu. "Zudem gibt es Männer und Frauen rund um den Erdball, die im Gefängnis sitzen und geschlagen werden, weil sie nach Gerechtigkeit streben." Er könne denjenigen nichts erwidern, die darauf verwiesen, dass diese Menschen "die Ehre sehr viel mehr verdient haben als ich" . Auch sei er als US-Präsident für die Stationierung tausender junger Amerikaner in einem fernen Land verantwortlich. "Einige werden töten. Andere werden getötet." Er sei sich der Kosten bewaffneter Konflikte bewusst.

Während der Zeremonie im Rathaus von Oslo, an der auch Norwegens König Harald V. und Königin Sonja teilnahmen, verteidigte das Nobel-Komitee die Auszeichnung für den US-Präsidenten. Der Vorsitzende des Komitees, Thorbjörn Jagland, sagte, Obama selbst habe den Preis als einen "Aufruf zum Handeln" bezeichnet. Das Preisgeld von zehn Millionen schwedischen Kronen (952.426 Euro) will Obama einer NGO stiften. (Reuters, dpa, AFP/DER STANDARD, Printausgabe, 11.12.2009)

 

Kommentar posten
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salt&pepper
07.10.2010 01:18
war eigentlich eh klar.

yes he can. do everything he has to.

Harald Ecke
 
07.02.2010 09:48
Was hat sich das Komitee nach den bisherigen außenpolitischen "Leistungen" dabei gedacht?

Und in der Rede Krieg als manchmal notwendig zu bezeichnen. Meinte er großangelegte internationale Polizeiregime gegen Diktaturen, die Menschenrechte verletzen? Dann sollte er das so sagen und eingestehen, dass die USA manche solcher Juntas unterstütz(t)en.

istván vajk
12.12.2009 13:31
Suppentrulli
12.12.2009 09:24

2013 wird Obama wieder einen Nobelpreis bekommen, dann den für Literatur und zwar für sein Buch "Meine Präsidentschaft 2009 - 2013. Dabei hatte alles so gut angefangen ..."

carbonara
11.12.2009 18:42
Krieg ist manchmal notwendig...

Gefangenenlager (Guantanamo) sind manchmal notwendig...
Landminen sind manchmal notwendig...
Napalm-und Phosphor*omben sind manchmal notwendig...
Agent Orange ist manchmal notwendig...
Flächenbom*ardierungen sind manchmal notwendig...
Kollateralschäden sind manchmal notwendig...
Massenmorde sind manchmal notwendig...
Atombo*benabwürfe sind manchmal notwendig...

Ein schöner neuer Friedensnobelpreisträger, den wir da haben.

soseies
11.12.2009 14:54
jetzt haben`s wir schwarz auf weiss..."Krieg ist manchmal notwendig"


vom mächtigsten präsident auf erden, vom amtierenden friedensnobelpreisträger....

was wollt ihr noch...der mann ist hochintellektuell (schlau), der muss es wissen...wenn nich er, wer dann...

das nazideutschland damals der ultimative aggressor war, deren bekämpfung die usa sich nach ca. zwei jahren krieg anschloß, ist das eine...

das afghanistan die usa nie angegriffen hat, das man osama, bei übergabe handfester beweise der mittäterschaft an 9/11, ausgeliefrt hätte...das andere...

alles irrelevant, wird von den konzernmedien auch nicht thematisiert, wer hält sich auch schon mit unbedeutendem kleinkram auf ob ein präventiver angriffskrieg rechtens ist oder nicht...unsere konzernmedien jedenfalls nich...

ach so...und obama auch nicht...

John Malkovich
11.12.2009 15:32

was soll Obama sonst machen? Die Nato Mission für gescheitert erklären und sich aus Afghanistan zurückziehen, auf dass das Westbündnis auf Jahrzehnte hinaus eine ähnlich unabsehbare Identitätskrise erleidet wie damals die Amerikaner mit ihrem Vietnamkriegstrauma? Ich weiß ehrlich nicht ob das die bessere Option ist. Denn sie haben recht, auf dieser Welt gibt es nicht nur kleine Regime, sondern auch "ultimative Aggressoren", die nur danach trachten A-Waffen in ihre Hand zu bekommen. Wenn die IAEO davor warnt, dass die Gefahr eines nuklearen Angriffs bzw. Anschlags noch nie so hoch war, dann muss man diese Bedenken leider ernst nehmen. Präventionskriege sind zwar der falsche Weg aber sie müssen trotzdem irgendwie zu ende gebracht werden.

postkastl71
11.12.2009 13:28
mächtigste mann der welt

niederschmetternd..hm naja bei bush hätte es keine selbstkritik gegeben...aber wenn eine nation die waffen für die zukünftigen kriege schmiedet dafür mit einem preis belohnt wird??? hm würde den preis nicht annehmen..weil er jeden denkenden mensch aufmerksam werden lässt..politiker und friedensnobelpreis...hebt doch die hervor die die menschen lieben im kleinen rahmen..

John Malkovich
11.12.2009 15:15

sie sagen es. Kein Mensch übt mehr Macht aus als der US Präsident. Das Nobel-Komitee vergab den Preis weiser Absicht das Handeln des US Präsidenten in seinen Bemühungen für eine atomwaffenfreie Welt zu fördern als auch die Politiker von Welt dahingehend zu beeinflussen Obama bei dieser Herausforderung zu unterstützen. Wie bereits beim Friedensabkommen von Oslo zu vernehmen war dient der Friedensnobelpreis auch dem Zweck mögliche Entwicklungen und Prozesse in Richtung Frieden voranzutreiben. Es schadet daher nicht, wenn der mächtigste Mann der Welt bei seinen Entscheidungen ständig im Hinterkopf behält, dass er nun auch als Friedensnobelpreisträger Verantwortung trägt. G. W. Bush hatte auch seine Chance auf den Preis, wählte aber den Krieg.

salt&pepper
07.10.2010 01:24
das glaub ich nicht.

der gedanke von ihnen ist nobel.
aber wie man am beispiel von henry kissinger sieht, vergeben die 'noblen' ihre preise auch nachdem die verbrechen begangen wurden - oder währenddessen. noblesse oblige.

Harry Y.
 
12.12.2009 19:56

Is it really you, John? (Your German has gotten pretty good since Jack Unterweger! What, your written is very good, but you have a lot of problems with your oral......I understand.)

If so, I'd like to say that your sexual aura beats Brad Pitt's by miles, especially since the fool grew that atrocious imperial. Why don't you take a plane and fly over; we could have dinner together tomorrow. I know a delicious and exquisite little restaurant on the Wienzeile, with a delightful pink and mauve interieur and lots of little private niches: I name no names, I like it precisely for its exclusivity.
Well?

vi-de dot com
 
11.12.2009 12:51
kissinger, arafat, obama

drei friedensnobelpreisträger die die welt nicht friedlicher machten ...

mikromalist
 
11.12.2009 12:42
"Wir müssen heute noch sehr grob sein,

damit wir morgen ganz sanft sein können". Das hat nur ganz selten funktioniert (gegen die Nazis, gegen grossserbische Allmachts-Fantasien, ..).
Niemals aber über viele Jahre. Als Besatzer werden die Guten rasch zu den Bösen.
Und letztlich wurden die grössten Verbrechen der Menschheit im-Namen-der-Menschlichkeit begangen.
Selbst der alttestamentarische Gott hat Liebe-Deinen-Nächsten, mit dem verborgenen Nachsatz falls-er-einer-von-UNS-ist, verkündet.

DAS SCHLAGLOCH UND SEIN KIND
11.12.2009 12:13

aber auch nur manchmal,nicht wahr,aber machmal ist für die USA tagtäglich geworden und das seit anfang der 2 weltkrieg.

andere länder angreifen.
Diktatoren finanzieren um die nach hinein zu beseitigen.
feindesbilder aufbauen,egal was es koste auch wenn man dafür das leben der eigenen bevölkerung reskiert,andere länder Sanktionieren der nicht nach ihre pfeife tanzen Kuba Syrien Iran usw....

aber das alles nur manchmal,
dafür bekommen wir Microsoft ,Intel usw...,geile Hollywood filme,tolle Skandale über Britney und paris hilton,und unendlich freiheit die wir dank Exon und Co genissen können. wobei freiheit ist begrenzt Demokratie aber ist grenzen los.
Obama macht das was alle US präsidenten machen,der Industrie Lobbysten gehorchen

diamant
 
11.12.2009 14:30
Haben sie auch was mit Substanz auf Lager?

Harry Y.
 
11.12.2009 11:48

'They who give up essential liberty (liberties) to obtain a little temporary security, deserve neither liberty nor safety.'

Es war nicht etwa Osama Bin Laden oder ein gefährlicher Schläfer, der dies geschrieben hat, sondern Benjamin Franklin. Ich kann nur hoffen, dass ich nicht dadurch die Aufmerksamkeit der US-Geheimdienste auf mich ziehe ;))

Ivan Bukov
11.12.2009 10:53

Seit wann vergeben wir fuer Trailer Oskars? Fertigdrehen und dann schau mar weiter

Sam Uncle
11.12.2009 10:53
http://www.youtube.com/watch?v=eAaQNACwaLw

Herr O, als Hoffnungsträger und Kandidat für "change" hat als erstes mal sein Wahlvolk um mehrere BILLIONEN Dollar bestohlen und diese den wallstreet-bankstern überwiesen, die sonst, wie jede andere Firma auch pleite gegangen wären.
Herr O ist ein lupenreines wallstreet-Geschöpf, gemacht von Herrn Zbigniew Brzezinski, dessen Agenda die Vormachtstellung des British-american empire in der Welt, VOR ALLEM China und Rußland gegenüber, ist. Der Satz zur Verleihung des "Frieden"snobelpreises : "Krieg ist manchmal notwendig" wurde dementsprechend von Herrn Brzezinski begeistert aufgenommen.

diamant
 
11.12.2009 14:33
Irgend wie witzig das sie einem Polen 'britisch-amerikanische Allmachtsfantasien' vorwerfen.....

Wie schauts dabei mit dem Heinz Alfred Kissinger aus?

salt&pepper
07.10.2010 01:33
naja,

da könnten sie einem Deutschen dasselbe vorwerfen.
Kissinger, Berater mehrerer amerikanischer Präsidenten, Nobelpreisträger.

Sein damaliger vietnamesischer Verhandlungspartner Lê Ð?c Th?, lehnte die Annahme des Preises mit der Begründung ab, dass in seinem Land noch immer kein Frieden herrsche.

Harry Y.
 
11.12.2009 11:32

re 1. Absatz: wär' dann etwa nicht alles den Bach hinunter gegangen? Überall auf der Welt wurde zumindest, mit Grund, versucht, die Banken zu retten.

Sam Uncle
11.12.2009 11:51
das ist das, was sie dir erzählen

wer braucht AIG, Goldman&Sachs, Meryll Lynch, Lehman brothers..... die Welt kann perfekt ohne diese gangster leben.
Der Staat darf nicht für Einlagen garantieren ! Dadurch würden die Banken gezwungen, mit den Kundengeldern verantwortungsvoll umzugehen und nicht absurde Risiken einzugehen. Es würde ein Wettbewerb unter den Banken entstehen, wer Einlagen am sichersten verwaltet. Diese Banken hätten dann auch die meisten Kunden.

Harry Y.
 
12.12.2009 19:27

gute Antwort

p c2
11.12.2009 11:37
wär' dann etwa nicht alles den Bach hinunter gegangen?

was ist das "alles"?

Harry Y.
 
12.12.2009 19:27

ganz schlechte Antwort für Ignoranten, die nicht so verbleiben wollen

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