"Düstere Zukunft"

Kärntner Hypo vor Milliarden-Risikovorsorge

10. Dezember 2009, 14:22

Rätsel um verschwundene Schiffe

Wien - Die Hypo Group Alpe Adria muss nach einem Bericht des "Format" in den nächsten fünf Jahren rund 3,1 Mrd. Euro an Risikovorsorgen bilden. Im laufenden Jahr hat sich das Kreditportfolio der existenzgefährdeten Bank weiter verschlechtert. Der erhöhte Vorsorgebedarf für faule Kredite sei im "Positionspapier des Vorstands der Hypo Alpe-Adria Bank" beschrieben.

Gemäß Fortführungskonzept soll die Hypo Group zerschlagen werden. Wie berichtet muss sich die Bank gezielt aus Märkten zurück ziehen. Außerdem müssen die Ausleihungen in der Bankengruppe dramatisch, die Rede ist von 7 Mrd. Euro, zurückgefahren werden.

Auch die Zwischenergebnisse des PWC-Sonderprüfberichts wurden laut "Format" in das Strategiepapier integriert: "PriceWaterhouseCoopers hatte auf Basis des 30. Juni 2009 einen umfassenden Asset Review durchzuführen. Ziel war und ist es, die vorhandenen und zu erwartenden Bandbreiten von Kreditrisiken bzw. Abschreibungsbedarfe zu erfassen (...) Hierbei wurden über 1.400 Engagements einzeln auf ihre Werthaltigkeit untersucht (und daraus ein) Wertberichtigungsbedarf von bis zu 1,7 Mrd, Euro (errechnet)."

Die Sonderprüfung brachte dem Magzain zufolge einiges Überaschendes zutage: So seien etwa Schiffe auf mysteriöse Weise verschwunden. Mehr als 400 Yachten, deren Erwerb über Leasingmodelle finanziert wurde, sollen sich in Luft aufgelöst haben. Laut Strategiepapier hat der Hypo-Vorstand bereits darauf reagiert: Ab sofort sind neue "Bootsfinanzierungen und große Projektgeschäfte" in der Gruppe "generell" verboten.

Bundeshilfe unausweichlich

 

Wie am Donnerstag aus informierten Kreisen verlautete, wird die Krisenbank in jedem Fall auf neuerliche österreichische Staatshilfe zurückgreifen, um nach einer Milliardenabschreibung für faule Kredite und Investments vor allem auf dem Balkan über die Runden zu kommen. Der Staat will die Last freilich nicht allein schultern und nicht zulassen, dass sich die bisherigen Aktionäre aus der Verantwortung stehlen. Wer wieviel beisteuert, darum wird seit gut einer Woche intensiv gerungen. (APA)

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Def. Izit
02
12.12.2009, 12:37
400 Yachten - da rotiert der Udo Proksch in seinem Grab

Erika Rothen
01
12.12.2009, 10:34
Bei jedem KFZ-Leasing um einige tsd. Euro muss obligatorisch

eine umfassende Vollkaskoversicherung abgeschlossen werden, welche natürlich auch jegliches Diebstahlrisiko abdeckt.

Hat man darauf bei Jachten im Millionenwert verzichtet? Wenn ja, ist das MEHR als fahrlässig, und die für solche (offenbar vorsätzlich betrügerischen) Verträge sind persönlich voll haftbar zu machen.

Denn würden solche Versicherungen existieren, dann kann man sicher sein, dass die Versicherungsgesellschaft (erfolgreich) alle Hebel in Bewegung setzen würde, die angeblich verschwundenen Schiffe zu finden.

Aber offensichtlich sind die Verantwortlichen nicht an der Aufklärung der Hintergründe interessiert - im Gegenteil.

Es ist zum Schreien!

koschka
05
11.12.2009, 15:52
In der ganzen Causa warte ich

wann das erste mal KH Grasser vor den Vorhang gezogen wird. Der Mann war ab 2000 Finanzminister unter dem Patronat eines Schüssel der mit einem Haider und Kulterer recht gut stand. Es ist kein Zufall, dass die meisten Schweinereien rings um die Hypo zu einer Zeit geschahen, als Grasser der Hauptverantwortliche auch für den Bankensektor war.

Erika Rothen
06
11.12.2009, 10:51
Googeln Sie mal Luxusjachten von z.B. Azimut, Princess, usw.

Sie werden feststellen, dass eine enorme Zahl neuwertiger gebrauchter solcher Jachten angeboten wird - verblüffenderweise überwiegend mit kroatischen Standorten.

Vielleicht wäre die Beauftragung eines großen, tüchtigen Detektivbüros sinnvoller als das tatenlose jammern über "in Luft aufgelöste" Jachten?

paul simon1
01
11.12.2009, 22:14
luxusjachten

wer sind die Leasingnehmer , die müssten doch vorhanden sein , oder genügte die Vorlage eines gefälschten Reisepasses zum Abschluss des Vertrages?

Erika Rothen
02
12.12.2009, 10:25
Das ist die Frage.

Irgendwas ist offensichtlich oberfaul, bei diesen Leasinggeschäften.

Wie so etwas auf "kärntnerisch" ablaufen kann, dafür hat Uwe Scheuch möglicherweise "im Kleinen" schon trainiert:
http://www.news.at/articles/... ungsbetrug

Jedenfalls sollte es für eine tüchtige Detektei leicht möglich sein, einige dieser "verschwundenen" Jachten zu finden und die Hintergründe aufzuklären. Eine Luxusjacht um 2-4 Mio. Euro ist ja üblicherweise nicht ein verwechselbares Massenprodukt, sondern ein individualisiertes Einzelstück.

Aber der Umstand, dass seitens Leasinggeber nichts zur Aufklärung unternommen wird, lässt ja eindeutige Rückschlüsse zu, wer die Hintermänner sein dürften.

kakaniengeist
01
11.12.2009, 15:29
im justizministerium ist der weihnachtsfriede schon ausgebrochen!

da wird sich vor ende jänner leider niemand mehr ausfindig machen lassen.

gregslow1
00
11.12.2009, 15:21
blauäugig und naiv

haben wir ösis uns am balkan verpokert.

wekan
01
11.12.2009, 21:54

ach interessant! sie haben mitgepokert .

linx
00
12.12.2009, 16:35
noja, er ...

... ist einer von der "wir"-fraktion. die fühlen sich eben verantwortlich für die ... äääähhh ... heimat. oder sonstwas.

rorschach
06
10.12.2009, 23:25
so geil

"Mehr als 400 Yachten, deren Erwerb über Leasingmodelle finanziert wurde, sollen sich in Luft aufgelöst haben. Laut Strategiepapier hat der Hypo-Vorstand bereits darauf reagiert: Ab sofort sind neue "Bootsfinanzierungen und große Projektgeschäfte" in der Gruppe "generell" verboten." rofl ... geh bitte wo sind die leute die die kohle für die 400 yachten abgezockt haben denen gehört eigentlich der jörg haider preis fürs blenden .... den tro++eln in der bank die "sofort reagieren" ein freiflug in die wüste gobi

linx
00
12.12.2009, 16:37
wieso ...

... Tr*t*eln? die haben da eben fleißig mitgeschnitten weil sowas eh immer ohne folgen bleibt hierzulande. naja, der elsner hat a pech gehabt, der war bei der falschen partei.

Mika Eskimo
 
01
11.12.2009, 11:01
Dumm, dümmer, Banker

Das kann ja wirklich nicht wahr sein.
400 Yachten haben sich in Luft aufgelöst.

Sofortige Reaktion:
Ab sofort sind neue "Bootsfinanzierungen und große Projektgeschäfte" in der Gruppe "generell" verboten.

Da ist ja der Balkan hoch seriös im Vergleich mit Bankern aus Kärten. Komisch das die den KHG nicht im höchsten Management wollten. Der würde dort hin passen wie die Faust aufs Auge.

Martin Müller10
 
00
10.12.2009, 22:01
Bitte um Erklärung

Für die Bilanz 2009 brauchen Sie 2 Mrd €, nächstes Jahr müssen Sie Risikovorsorge über 3,1 Mrd bilden. Woher?? Sorry ich bin Techniker aber ich verstehs einfach nicht.

Bailout 2.0
01
11.12.2009, 00:55
Verlust, Risikovorsorge

Die 2 Milliarden brauchen sie um nach den bereits eingetretenen Verlusten wieder genug Eigenkapital ausweisen zu können. Es heißt immer "um bilanzieren zu können". Eine Bilanz können sie immer erstellen, ohne vorher zugeschossene Eigenmittel ist es halt eine schlechte Bilanz (eine wo von der aufsicht vorgeschriebene Eigenmittel nicht da sind).
Die kommenden Verluste:-muss... nach einem Bericht des "Format" in den nächsten fünf Jahren rund 3,1 Mrd. Euro an Risikovorsorgen bilden." Heißt soviel wie - der Blick in die Kristallkugel (oder ev. bereits die Sachlage) sagt daß eine Menge weiterer Kredite notleidend werden und heute noch nicht wertberichtigt sind.

Martin Müller10
 
00
11.12.2009, 01:56
Danke

Aber wenn die Kredite und Beteiligungen notleidend werden drückt das wieder aufs Eigenkapital wenn sie nicht woanders den Betrag verdienen oder?

Waldy Osterhas
00
11.12.2009, 10:31
logisch

Die Bank kriegt das Guthaben, das sie als Kredit an die Kreditnehmer verleihen kann, ja nicht vom Heiligen Geist, sondern gegen Vorlage von Sicherheiten (Eigenmittel, Hypotheken, Zertifikate etc.) von der Nationalbank bzw. EZB. Die Spareinlagen reichen dazu sowieso nicht aus (bei keiner Bank!), die machen vielleicht ein Zehntel aus.
Die Bank und ihre Bonität ist daher ständig abhängig von der Zahlungsbereitschaft (und -fähigkeit) der Kreditnehmer. Wenn 50% davon ausfallen, könnten die Verluste rasch auf 10 Mrd. und mehr steigen, egal wer Eigentümer ist, ob oder wer was zuschießt oder nicht. So ist das nun mal.

sir osis of liver
 
04
10.12.2009, 19:42

mit dem pkw in ungarn hat der uwe geübt -um dann wirklich ordentlich zuzuschlagen?

linx
00
12.12.2009, 16:40
's ...

... jörgl wird ausnm himml 's handerl über ihn halten. oder die justiz verlegt die akten. oder ein püschiater bestätigt ihm nichtwissen.

das ist fix
04
10.12.2009, 16:51


Es gibt keinen einzigen vernünftigen Grund für die Fortführung dieser Bank.
Es ist sicher nicht die Aufgabe des Staates Eigentümer/Investoren-Interessen zu sichern.

Diese Bank hat in Gesamtösterreich sehr wenig Bedeutung, die Spareinlagen sind deshalb gering.

Kalvarienberg
15
10.12.2009, 16:36
Bailout 2.0
01
10.12.2009, 16:31
R.I.P Hypo-Alpe-Adria "Skandalpe", "etwas ganz ganz großes"

Der Name dieser Bank ist einfach zu stark beschädigt. Kunden können dort kein Geld veranlagen und andere Großbanken werden sich hüten diese Bank zu refinanzieren. Diese Bank ist tot!

Wehe wenn nur noch 1 Euro Staatsgeld fliesst: Die sogenannte "Staatsbürg(er)schaft" gebe ich zum Nulltarif ab, da such ich mir lieber eine echte Bananenrepublik wo ich über die Steuern verhandeln kann. Den Paß... kann ich vielleicht um einen Tausender in Bukarest loswerden.

Ich weiß nicht ob man sich schämen oder nur noch über dieses Lumpenpack ärgern soll. AKH, WBO, Intertrading, Krauland Bank, BHI, BOWAG, aber die Hypo stellt alles in den Schatten.

Mit den neuen Abschreibungen beträgt der Schaden nunmehr 10 Milliarden Euro.

linx
00
12.12.2009, 16:43
wartens ...

... noch a weng, da sind noch an die 200 milliarden in einer jauchengrube gelandet.

Pro Freistaat Kärnten!
 
14
10.12.2009, 16:17
falke?

Pleitegeier?

Bist du schon
auf und davon
mit einem solchen Boot
und verlässt das Kärntnerland in größter Not?

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