C-Quadrat soll verkauft werden

11. Dezember 2009, 11:03
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Britische Investmentgesellschaft F&C bestätigt Interesse an Übernahme

Wien - Die britische Investmentgesellschaft Foreign & Colonial (F&C) bestätigt Überlegungen für ein öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der börsenotierten C-Quadrat. Auch Sondierungsgespräche mit dem Vorstand des Fondsanbieters werden bestätigt. Die Gespräche würden sich derzeit im Anfangsstadium befinden und es bestehe keine Gewissheit, dass eine Transaktion stattfinden wird, teilte C-Quadrat am Freitag mit.

Sofern die Gespräche fortgesetzt werden, will F&C innerhalb der übernahmerechtlichen Fristen einen Antrag auf Erstreckung der Anzeige einer Angebotsunterlage bei der Übernahmekommission einbringen. Weitere Einzelheiten sollen zeitgerecht bekanntgegeben werden.

Die C-Quadrat-Gründer Alexander Schütz und Thomas Rieß teilten heute in einer gesonderten Stellungnahme zu den Übernahmegerüchten - die sie "mit großem Erstaunen gelesen haben" - mit, dass sie "nicht im Entferntesten daran denken, aus dem Management des Unternehmens auszuscheiden". Die Unternehmer haben C-Quadrat vor 19 Jahren gegründet und bezeichnen die Firma als ihr "berufliches Lebenswerk".

Der börsenotierte Fondsanbieter C-Quadrat steht vor dem Verkauf an die britische Investmentgesellschaft Foreign & Colonial (F&C), schreibt das Wirtschaftsmagazin "Format" in seiner aktuellen Ausgabe. Der Deal soll noch vor Weihnachten besiegelt werden. Mit der Übernahme soll jedenfalls auch Karl-Heinz Grasser seinen Job als Aufsichtsratspräsident verlieren.

F&C will neben den Anteilen der beiden Eigentümer Alexander Schütz und Thomas Rieß - sie halten laut Firmenbuch 23,6 bzw. 23,3 Prozent am Unternehmen - auch jene der AvW-Gruppe (32,6 Prozent) übernehmen, so das Magazin. Gefeilscht werde noch am Kaufpreis, da die Briten nicht über dem aktuellen Marktpreis zahlen wollten. Die Anteile von Riess, Schütz und AvW - knapp 80 Prozent - sind laut Bericht rund 35 Mio. Euro wert. (APA)

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