Topf voller Goldmünzen in Ägypten entdeckt

10. Dezember 2009 13:10

Polnische Archäologen wurden unter den Trümmern eines Klosters fündig

Kairo - Polnische Archäologen haben in Ägypten unter den Trümmern eines Klosters aus dem 6. Jahrhundert einen dekorierten Tontopf voller Goldmünzen ausgegraben. Die Altertümerverwaltung in Kairo berichtete am Donnerstag, das im oberägyptischen Assuan angefertigte Gefäß sei mit 18 weitgehend unbeschädigten Goldmünzen und 62 Münzfragmenten gefüllt gewesen. Die Münzen stammten wahrscheinlich aus der Zeit der abbasidischen Kalifen (750-1258 n.Chr.).

Fundort

Der Topf wurde auf dem Gelände des koptischen Erzengel-Gabriel-Klosters gefunden, das südlich von Kairo in der Oase Fajum liegt und in dem nach einer Phase des Niedergangs heute auch wieder Mönche leben. Das polnische Archäologenteam hatte sich in dieser Grabungssaison ein Areal des Klostergeländes vorgenommen, dessen Bebauung gegen Ende des 8. oder zu Beginn des 9. Jahrhunderts durch einen Großbrand zerstört worden waren.

Ob der Topf mit Münzen von den Mönchen einst in Erwartung eines Überfalls vergraben worden war, ist nicht bekannt. 1991 waren unweit des Klosters zwölf Skelette gefunden worden, an denen Spuren erheblicher Gewalteinwirkung zu erkennen waren. Die koptisch-orthodoxe Kirche Ägyptens erklärte die Getöteten damals zu Märtyrern. (APA)

Kommentar posten
17 Postings
==McMurphy==
11.12.2009 12:49
eine

der positivsten nebenerscheinungen überhöhter steuerlasten;
nur erspart haben sich die kopten dabei offensichtlich wirklich nix.

Hugo Stolz
10.12.2009 21:47
Der Artikel hat mir jetzt den ganzen Abend verdorben!

Wieso finde ich nie solche Sachen?!

Sankt Kröte
10.12.2009 16:27

Meins

Ehemaliger ösi
10.12.2009 14:34
Dürfte sich um so etwas handeln:


http://www.coinarchives.com/w/lotview... 564&Lot=26

Ptolemäer Münzen wären wertvoller gewesen.

Raphael Hythlodeus
11.12.2009 14:00
mag sein, der reine metallwert wird auch nicht sehr hoch sein.

allerdings kann man von einem ähnlichen stück nicht auf den wert der einzelnen münze schließen, da können seltenheiten und absolute einzelstücke dabeisein. und als hortfund mit genau dokumentierter fundgeschichte ist die sache ohnehin unbezahlbar viel wert.

Ehemaliger ösi
13.12.2009 23:06

Wenn nichts besonderes dabei ist, würd ich den Marktwert vielleicht auf 4-5000€ schätzen. Die Bruchstücke sind leider fast gar nichts wert.
Der Hort an sich rechtfertigt auch keinen Aufpreis.
Aber, voraussgesetzt alles bleibt zusammen, hat das ganze Ensemble mit dem Gefäss, den weiteren Fundumständen und deren Beschreibung eine schöne archäologische und damit auch museale Bedeutung.
Übrigens, den Fotolink hab ich nur deswegen angefügt, weil der Artikel anfangs völlig unbebildert war und sich die meisten unter Abbassiden-Dinaren doch nichts vorstellen hätten können.

AmazingSpace
10.12.2009 13:35

Polnische Archäologen, irgendwie ein Widerspruch. Wo sind eigentlich die Räder von Ramses Streitwagen geblieben?

AlterEgo
 
13.12.2009 12:30

Schön, dass man in Österreich wieder Chauvinist sein darf und dafür auch noch vielen grünen Stricherln belohnt wird.

head bang0r
11.12.2009 13:10

warum ist das ein widerspruch? ich verstehe es ehrlich nicht? wortspiel? hä?

Seria
11.12.2009 09:11
Polnische Archäologen....

...leisten seit vielen jahren hervorragende Arbeit in Egt

bananaexpress
10.12.2009 16:59

platt aber gut!!! you made my day!

.................
10.12.2009 16:18

wieso widerspruch? dürfen polen nichts mehr lernen?

Lukas Chen
11.12.2009 15:11
eine bekannte Frage ?

Wie viele Polen braucht man um eine Gluehbirne zu wechseln?

Wladimir Burdajewicz
 
15.12.2009 22:49
Die selbe Fragen stellen sich die Polen,

wenn sie an Österreicher denken. Wie klein ist die Welt??.

Mulla Nasrudin
10.12.2009 20:43

Auweh!

rompitasche
10.12.2009 14:03

solche Versuche zu scherzen bitte unter Panorama > Integration deponieren

Raphael Hythlodeus
10.12.2009 13:19
ah, dort ist das ende des regenbogens!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.