KSK an Angriff auf Tanklastzüge bei Kundus beteiligt

10. Dezember 2009, 09:05
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Elite-Einheit KSK war beim Einsatz - von ersten Hinweisen, bis zur Bombardierung - dabei

Berlin - Die Bundeswehr-Elite-Einheit KSK war einem Zeitungsbericht zufolge maßgeblich an dem umstrittenen Angriff auf zwei Tanklastzüge nahe Kundus beteiligt. Das schreibt die "BILD-Zeitung" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Bundeswehr-Kreise und -Berichte. Im deutschen Feldlager Kundus sei demnach der gesamte Einsatz - vom ersten Hinweis eines afghanischen Informanten bis zur abschließenden Entscheidung, zu bombardieren - aus einem Kommandostand einer geheimen Einheit "Taskforce 47" (TF47) geführt worden. Diese Task Force besteht zur Hälfte aus KSK-Elite-Soldaten.

Wie viele Menschen bei dem Luftangriff ums Leben kamen, ist unklar. Ein Untersuchungsbericht der afghanischen Regierung sprach von 30 toten Zivilisten, ein geheimer Nato-Bericht geht von bis zu 142 Toten insgesamt aus. Mit dem Fall wird sich ein Untersuchungsausschuss befassen. Außerdem prüft die Bundesanwaltschaft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den verantwortlichen deutschen Oberst. (Reuters)

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    Kommando Spezial Kräfte (KSK) bei einer Übung.

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