Flughafen sondiert neue Skylink-Projektleiter

11. Dezember 2009, 09:16
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Firmen können sich bis 14. Dezember bewerben

Wien - Heute Freitag tagt wieder einmal der Flughafen-Aufsichtsrat. Wichtigstes Thema ist das finanziell aus dem Lot geratene Terminal Skylink. Im Anschluss an die Sitzung wurde zu einer Pressekonferenz geladen, wo über die weitere Vorgehensweise in Sachen Skylink berichtet wird.

Gut möglich, dass der Vorstand, wie vom Standard bereits berichtet, von sich aus darauf drängt, für Skylink einen Totalübernehmer zu bestellen. Dieser hat ausschließlich eine koordinierende Funktion. Er hat darauf zu achten, dass die einzelnen Gewerke optimal zusammenarbeiten, ihm untersteht auch die Planung. Das ist auch der Unterschied zum Generalunternehmer, der zwar die Gewerke koordiniert, einiges aber auch selbst macht. Er hat aber keine Planungskompetenz.

Bis 14. Dezember läuft jedenfalls jene Frist, bis zu der sich Unternehmen für die Totalübernehmerschaft bewerben können. Dann wird sondiert, welche Referenzprojekte die betreffenden Firmen vorlegen können. Wenn das alles auf dem Tisch liegt, soll im März oder April die Entscheidung fallen, wer den Zuschlag erhält. Vorstand Ernest Gabmann wollte ursprünglich im September über die weitere Vorgehensweise informieren.

Gerichtliche Beweissicherung

Parallel dazu läuft derzeit die gerichtliche Beweissicherung. Die Gutachter unter der Leitung von Mathias Rant, Präsident des Hauptverbandes der Sachverständigen, prüfen, was schieflief beim Bau, dann soll der aktuelle Status festgestellt und die Mängel aufgelistet werden. Am Donnerstag hieß es, die Expertise werde nicht vor Sommer 2010 vorliegen. Gleichzeitig prüft seit Oktober auch der Rechnungshof vor Ort am Flughafen.

Wie berichtet, kostet das Terminal statt 400 Mio. Euro nun geschätzte 830 Millionen Euro.

Wenig Erfreuliches gibt es auch von der Passagierentwicklung zu berichten: Zwar hat sich der Rückgang im November mit minus 1,8 Prozent eingebremst, von Jänner bis November gab es dennoch ein sattes Minus von neun Prozent auf 16,7 Millionen Passagiere. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.12.2009)

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