Hofmann stellt Polster, jagt Vastic und Prohaska

10. Dezember 2009, 08:43
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Die zehn Trainer der tipp3-Bundesliga sind sich einig gewesen - Rapids Kapitän Steffen Hofmann gewann Wahl mit deutlichem Abstand

Wien - "Diese Auszeichnung ist von allen die wichtigste und hat sportlich die meiste Aussagekraft, weil sie von den Trainern vorgenommen wird. Die kennen sich aus" , sagte Steffen Hofmann, und er hat sich wiederholt. Bereits 2004 war der 29-jährige Rapidler zum Besten gekürt worden. Zur Wahl standen auch diesmal sämtliche Fußballer der Bundesliga sowie die ÖFB-Legionäre im Ausland. Der Deutsche Hofmann siegte 2009 ganz überlegen (32 Punkte) vor dem Spielmacher der Wiener Austria, dem Slowenen Milenko Acimovic (17) und Salzburgs Topstürmer Marc Janko (11). Janko war der Titelverteidiger.

Die Wahl wurde zum 26. Mal abgehalten, Ivica Vastic gewann sie viermal, Herbert Prohaska dreimal. Hofmann ist der vierte Mehrfachgewinner, Anton Polster wurde ebenfalls zweimal erwählt. Die Einigkeit der zehn Trainer war nahezu beeindruckend, alle reihten Hofmann unter die Top drei. Peter Pacult und Franco Foda setzten ihn an die erste Stelle, Pacult ist als Rapidler natürlich trotz Sachverstands leicht befangen. Sturms Foda begründete seine Entscheidung so: "Er hat über das gesamte Jahr konstant gespielt und entscheidende Tore erzielt. Er ist das Um und Auf von Rapid."

Fünf Coaches hatten quasi die Vereinsbrille auf, Huub Stevens entschied sich für seinen Goalie Eddie Gustafson, Pacult ("Meine Wahl spricht für sich" ) wie erwähnt für Hofmann. Karl Daxbacher bevorzugte Acimovic. Rieds Trainer Paul Gludovatz pfiff sich rein gar nichts, er gab Oliver Glasner die Stimme: "Er ist nicht nur ein tadelloser Sportsmann vom Charakter her, sondern kümmert sich auch um die Entwicklung der jungen Spieler. Das beweist er in jedem Training und Spiel."

Wallner als Paulus

Matthias Hamann vom LASK votierte für Roman Wallner, das ist objektiv nachvollziehbar: "Wenn man seinen Lebenslauf betrachtet, dann kann man sagen: vom Saulus zum Paulus. Er ist von einem nicht sehr geachteten Athleten, der manchmal auf Abwegen unterwegs war, zu einem Vorbildathleten geworden, nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits davon." An die erste Stelle wurden zudem Salzburgs Christoph Leitgeb (Werner Gregoritsch / Kapfenberg) und Janko (Franz Lederer / Mattersburg, Helmut Kraft / Wr. Neustadt) gesetzt.

Hofmann wird über Weihnachten nachdenken und darüber entscheiden, ob er im Sommer Rapid verlässt und ins Ausland wechselt. "Ich muss mei-ne Gedanken ordnen. Aber ich weiß natürlich, was ich an Rapid habe." Der Pokal wird am Samstag vor dem Match gegen Ried überreicht. (red, DER STANDARD Printausgabe 11.12.2009)

  • Ein Grund zum Haxn ausfreuen: Steffen Hofmann ist Fußballer des Jahres.
    foto: epa/pfarrhofer

    Ein Grund zum Haxn ausfreuen: Steffen Hofmann ist Fußballer des Jahres.

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