Flexible Startblöcke, zehn Finalisten

9. Dezember 2009, 20:08
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Die Ära der Ganzkörperanzüge endet, in Istanbul ist noch einmal mit einer Rekordjagd zu rechnen

Istanbul - An die 13. Kurzbahn-Europameisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Istanbul wird man sich erinnern. Erstmals bei einem Großereignis werden nicht nur Vorläufe, sondern auch Semifinali und Endläufe mit zehn Schwimmern abgehalten, außerdem kommen die neuen Omega-Startblöcke zum Einsatz, die noch bessere Zeiten versprechen. 127 Weltrekorde wurden heuer schon erzielt, in der türkischen Hauptstadt werden noch etliche dazu kommen. Die Startblöcke sind geneigt, dadurch kann die Reaktionszeit beim Start herabgesetzt werden. Sie sind in fünf Stufen einstellbar.

Gleich außerhalb der alten Istanbuler Stadtmauern steht die moderne und multifunktionale Abdi-Ipekçi-Arena, normalerweise Heimat der Basketballklubs von Fenerbahçe und Galatasaray, und für die nächsten vier Tage Gastgeber der Schwimm-EM. Der Namensgeber des Stadions, war ein angesehener liberaler Journalist und trat in seinen Artikeln und Kommentaren besonders für Toleranz und Menschenrechte ein. Ipekçi wurde 1979 vom Ultranationalisten und späteren Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca ermordet.

Die Ganzkörper-Anzüge werden letztmalig zum Einsatz kommen, ab 1. Jänner 2010 sind sie verboten. An die geltenden Bestzeiten wird dann lange kein Herankommen sein. Allerdings wird noch diskutiert, ob die mit Anzügen erzielten Marken in den Rekordlisten mit einem Sternchen - und damit mit einem Vorbehalt versehen werden sollen.  Wie auch immer, die europäische Elite ist zahlreich vertreten, wenn zum vierten Mal nach Valencia 2000, Riesa 2002 und Wien 2004 in einem mobilen Becken Medaillen vergeben werden. 51 Nationen haben AthletInnen genannt.

Der Deutsche Thomas Rupprath könnte eine einmalige Serie fortsetzen, bei allen zwölf bisherigen Kurzbahn-Europameisterschaften hat er zumindest einmal Edelmetall gewonnen.  Für den Slowenen Peter Mankoc wiederum geht es um sein 10. EM-Gold über 100 m Lagen hintereinander. Gastgeberland Türkei hält bisher bei einer Kurzbahn-EM-Medaille. (rob/kruz/APA)

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