Linus Torvalds nimmt Software aus Wien in den Linux-Kernel auf

9. Dezember 2009, 17:05
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Mit dem Distributed Replicated Block Device können Daten in Echtzeit auf mehreren Computern gespeichert werden

Linus Torvalds hat am 8. Dezember 2009 die freie Daten-Replikationslösung DRBD als offizielle Komponente in den Linux-Kernel aufgenommen. Die Software wird hauptsächlich in Wien entwickelt. Mit dem Distributed Replicated Block Device können Daten in Echtzeit auf mehreren Computern gespeichert werden. Dadurch ist es möglich, ständig auf die Daten zugreifen zu können - selbst wenn ein Rechner das Zeitliche segnet oder der Strom ausfällt.

Teil einer Diplomarbeit an der TU Wien

Philipp Reisner veröffentlichte DRBD ursprünglich als Teil seiner Diplomarbeit an der TU Wien. 2001 gründete er zusammen mit vier Kollegen das Unternehmen Linbit, das sich in Folge um die Entwicklung von DRBD kümmert. Mit der Aufnahme von DRBD in den Linux-Kernel erhält das Unternehmen den Ritterschlag durch die Linux-Community und die Technologie erfährt einen starken Schub in Richtung Mainstream. Technisch sorgt die Integration für zusätzliche Performance beim Einsatz von DRBD, Erleichterungen beim Betrieb und der Installation. Ergänzend wird die Entwickler-Community vergrößert und damit die Qualität der Software verbessert.

Großartige Anerkennung


Philipp Reisner freut sich über die Anerkennung, die die Technologie hinter DRBD durch die Integration in Linux erfährt: "Das ist ein großer Vertrauensbeweis für DRBD und eine großartige Anerkennung unserer Arbeitsleistung - ein echter Meilenstein in der Geschichte unseres Unternehmens." Der Linux-Kernel 2.6.33, dessen offizieller Bestandteil DRBD erstmals sein wird, befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase und wird vermutlich im Februar 2010 offiziell freigegeben. (sum)

 

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DRBD

Linbit

  • Das Linbit-Team: Lars Ellenberg, Stefan Schleifer, Philipp Reisner, Gerhard Sternath, Philipp Richter, Clemens Niederreiter
    foto: linbit

    Das Linbit-Team: Lars Ellenberg, Stefan Schleifer, Philipp Reisner, Gerhard Sternath, Philipp Richter, Clemens Niederreiter

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