Dauerbeschallung am Arbeitsplatz

10. Dezember 2009, 10:00
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Fast zwei Drittel aller Arbeitnehmer sind mit Lärm und Geräuschquellen am Arbeitsplatz konfrontiert

Linz - Vier von fünf Beschäftigten mit Geräuschquellen am Arbeitsplatz fühlen sich dadurch belastet, 17 Prozent sogar "stark" oder "sehr stark". Das ist ein zentrales Ergebnis einer repräsentativen Befragung österreichischer Arbeitnehmer im Rahmen des Arbeitsgesundheitsmonitors der AK OÖ. Fast zwei Drittel aller Arbeitnehmer sind mit Lärm und Geräuschquellen am Arbeitsplatz konfrontiert. 27 Prozent werden mehr als die Hälfte der Zeit von einer Lärmquelle gestört, sieben Prozent die ganze Zeit über. 

Wenig Maßnahmen zur Lärmreduktion

Trotz dieser erheblichen Belastungen gaben nur 18 Prozent der Betroffenen an, dass es in ihrem Unternehmen Maßnahmen zur Lärmreduzierung gibt. Obwohl der Handel zu den Branchen mit überdurchschnittlich häufiger Dauerbeschallung gehört, gibt es dort bei weitem am wenigsten Gegenmaßnahmen (in nur drei Prozent der Betriebe). 

"Mehr Lärmschutz in den Betrieben, insbesondere durch technische und organisatorische Schutzmaßnahmen, ist daher unbedingt notwendig. Und die geltenden gesetzlichen Bestimmungen zur Lärmprävention müssen stärker kontrolliert werden", forderte AK-Präsident Johann Kalliauer. 

"Lärm kein Fabriksproblem"

Lärmbelastung und ihre gesundheitlichen Folgen sind längst nicht mehr nur ein Problem in Fabriken und Maschinenhallen. Auch Arbeitnehmer im Handel sind besonders häufig ständigen Beschallungen ausgesetzt. "Gerade in den Handelsbetrieben wird aber am wenigsten gegen die Lärmbelastung getan", kritisiert der AK-Präsident und verlangt verstärkte Anstrengungen der Handelsunternehmen, ihre Angestellten vor Lärm und Zwangsbeschallung zu schützen. 

"Um akustische Verbesserungen zu erreichen, bedarf es zusätzlich zur Lärmmessung qualitativer Methoden", sagte Peter Androsch, Leiter des Projektes "Hörstadt" im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Linz09. Denn leise Dauerbelastungen, abrupte Lautstärkenunterschiede oder das Fehlen von Ruheräumen könnten ebenso krank machen wie Dauerlärm. (red)

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    17 Prozent fühlen sich "stark" oder "sehr stark" durch Lärm am Arbeitsplatz belästigt

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