Quote heuer nicht ausgenutzt ... daher nun erhöht

9. Dezember 2009, 13:48
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Norwegen weitet allen Argumenten zum Trotz die Jagd auf Zwergwale aus

Oslo - Aller Kritik sowie der geringen Nachfrage nach Walfleisch zum Trotz hat Norwegen seine Walfangquote deutlich erhöht: 1.286 statt bisher 885 Zwergwalen (Balaenoptera acutorostrata) dürfen nun getötet werden. Die Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) kritisiert diese Entscheidung des Osloer Fischereiministeriums als "politisch". Die Sprecherin der Organisation, Kate O'Connell, erklärte im Fachjournal "New Scientist", schon bei den niedrigeren Quoten hätten die Walfänger Probleme mit dem Absatz des Fleisches gehabt. Auch die Umweltorganisation Greenpeace kritisierte die Osloer Entscheidung.

Norwegens Regierung begründete die Erhöhung der Quote - durchaus paradox - damit, dass die bisherige Quote 2009 nicht voll ausgenutzt wurde und daher nun auf das nächste Jahr übertragen werde. Norwegen erlaubt die Jagd auf die Zwergwale trotz des seit über 20 Jahren weltweit geltenden Verbotes des kommerziellen Walfanges. Sie verweist darauf, dass die Zwergwal-Bestände im Nordatlantik nicht als gefährdet gelten. Umwelt- und Tierschützer begründen ihren Widerstand auch damit, dass sie eine schleichende Ausweitung des Walfanges auf gefährdete Arten befürchten. (APA/red)


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