700 Schülerinnen bei "Mädchen und Technik"-Tagen

10. Dezember 2009, 13:18
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Mehrheit der Mädchen zufrieden mit dem Angebot - Initiative soll auch 2010 fortgeführt werden

St. Pölten - Eine positive Bilanz zog Landesrätin Johanna Mikl-Leitner am Mittwoch im Berufsinfo-Zentrum (BIZ) des Arbeitmarktservices (AMS) Wiener Neustadt über die "Mädchen und Technik"-Tage 2009: "Wir hatten heuer 55 derartige Tage, bei denen wir die Mädchen für das Thema sensibilisiert und ihnen Möglichkeiten aufgezeigt haben", betonte Mikl-Leitner.

Entdecken technisch-handwerklicher Fähigkeiten

Bei den "Mädchen und Technik"-Tagen handelt es sich um Workshops, bei denen 13- bis 14-jährige Schülerinnen ihren technischen Talenten auf den Grund gehen können, um so das Interesse der Mädchen an technischen Berufen zu wecken. Insgesamt haben 700 Mädchen an den Workshops in den BIZ und regionalen Geschäftsstellen des AMS NÖ teilgenommen und aus diversen Materialien Werkstücke gefertigt. Das Entdecken technisch-handwerklicher Fähigkeiten soll dazu führen, handwerklich-technische Berufsbereiche in die Berufswahl einzubeziehen. Unter professioneller Anleitung von Fachfrauen wurden beispielsweise Solar-Objekte gebaut, Metall- und Holzteile be- und verarbeitet oder auch Handy-Halter aus Kunststoff gestaltet.

Initiative auch 2010

Mit der Durchführung dieser Tage waren der Verein Sunwork und das Institut für Ausbildungs- und Beschäftigungsberatung (IAB) betraut. Die Kosten in der Höhe von 80.000 Euro wurden je zur Hälfte vom Land Niederösterreich und vom AMS NÖ getragen. Die beiden Partner bieten diese Workshops bereits seit fünf Jahren an. Im Anschluss an die Workshops wurden die Teilnehmerinnen eingeladen, ihre persönliche Bilanz zu ziehen: Die Mehrheit der Mädchen - rund 80 Prozent - bewertete den erlebten Tag mit sehr gut bzw. mit gut. Bei knapp 60 Prozent der Mädchen konnte das Interesse an technischen Arbeiten gesteigert werden. Die Initiative soll auch 2010 fortgeführt werden. (red)

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    Hintergrund für die "Mädchen und Technik"-Tage ist auch die Tatsache, dass 50 Prozent aller Mädchen immer noch in drei von 250 Lehrberufen ausgebildet werden. Es soll außerdem mit dem Vorurteil aufgeräumt werden, dass technische oder handwerkliche Berufe eine besondere körperliche Belastbarkeit voraussetzen.

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