"Linux ist die einzige Alternative zum iPhone"

13. Dezember 2009, 13:35
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Linux ist Mainstream und wird in Zukunft noch stärker wachsen, meint Linux Foundation-Vorstand Jim Zemlin

Ohne Linux gäbe es heute viele Unternehmen wie Google nicht. Linux sei Mainstream und werde in Zukunft noch stark wachsen, meint Jim Zemlin, Vorstand der Linux Foundation
im Interview mit Cnet. Der "CEO von Linux" wie ihn Autor Matt Asay nennt, zeichnet dabei ein deutliches Bild welche Verbreitung Linux mittlerweile erreicht hat.

Aufschwung dank Krise

Seit dem Platzen der ersten Technologie-Blase Anfang 2001 habe Linux einen starken Aufschwung erfahren. Das freie Betriebssystem sei zum Mainstream geworden und werde heute in vielen Bereichen eingesetzt. Als Beispiele nennt Zemlin Linux als Plattform von Digicams, Fernsehern, GPS-Systemen, auf Supercomputern oder Smartphones. Die aktuelle Krise verleihe Linux einen weiteren Wachstumsschub. Das sei auch der Grund wieso Microsoft so viel in Bereiche wie den Suchmarkt investiere, weil das Business-Modell von Windows langsam aussterbe.

Linux soll XP auf Netbooks einholen

Dass Linux am Desktop keine Rolle spiele, glaubt Zemlin nicht. Auf Netbooks habe das freie System bereits rund 32 Prozent Marktanteile. 2012 soll es Marktforschern zufolge Windows XP überholt haben. Hardware-Hersteller könnten sich Geräte für 200 US-Dollar mit teuren Windows-Lizenzen nicht mehr leisten. Daher werde der Anteil von Linux auf diesen Geräten auch weiterhin steigen.

"Einzige Alternative zum iPhone"

Am Smartphone-Markt seien Linux-basierte Systeme die einzige Alternative zum iPhone. Jeder iPhone-Konkurrent wie Motorolas Droid, das Nokia N900 und Palms Pre basiere auf Linux, so Zemlin. Apple werden am Smartphone-Markt ebenso wie am PC-Markt Luxus bleiben. Wären Projekte wie Android oder Moblin nicht Open Source, würde der Erfolg mehrere Jahre auf sich warten lassen.

Verlagerte Business-Modelle

Die Geschäftsmodelle würden sich verlagern. Früher habe man für Software und Hardware bezahlt, in Zukunft sei beides kostenlos, stattdessen werde für Services und Dienste bezahlt. Geräte wie Smartphones oder Netbooks gebe es schon heute kostenlos zu Mobilfunk-Verträgen. Mit Linux rentiere sich ein solches Modell für Hersteller und Provider mehr. Das gelte auch für Unternehmen, die ihre Anwendungen in der Cloud auf virtuellen Servern betreibe. (red)

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    Ein Pinguin, das Maskottchen von Linux 

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