Publikumsrat gegen Verkürzung von Ö1-Nachrichten

9. Dezember 2009, 12:14
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Zusehervertreter fordern Evaluierung von "Welt Ahoi"-Sendeplatz

Der ORF-Publikumsrat hat am Mittwoch - wenige Wochen vor seiner Neukonstituierung - noch einmal mit einer Reihe von Empfehlungen und Resolutionen auf sich aufmerksam gemacht. Eines der Hauptthemen bei der Plenarsitzung war das Sendeschema von Ö1. Die Publikumsvertreter sprachen sich in dem Zusammenhang gegen die Verkürzung der Nachrichtensendungen aus und forderten einen Wiederholungs-Sendeplatz für das Wirtschaftsmagazin "Saldo".

Der Sendeplatz des neuen Kabarett-Formats "Welt Ahoi" sollte überdacht werden, "wenn dessen Gestaltungsform den Publikumserwartungen am derzeitigen Sendeplatz nicht entspricht". Punkto "Welt Ahoi" bat Ö1-Chef Alfred Treiber um Geduld - "von einem vorzeitigen Schwanzeinziehen" halte er "nichts". Der Sendeplatz für "Welt Ahoi", das derzeit sonntagfrüh zu hören ist, sei bewusst gewählt worden, um die "sonst üblichen Weihrauchschwaden des Sonntagvormittags" wegzuwedeln.

Treiber: Nach Anlaufschwierigkeiten nun "gelungen"

Die Sendung hält Treiber nach Anlaufschwierigkeiten nun für "gelungen", die Fäkalsprache, die in den ersten Ausgaben für Aufregung gesorgt hat, sei weitgehend eingedämmt worden. Sollte sich aber im nächsten Jahr herausstellen, dass Ö1 durch "Welt Ahoi" "veritable Reichweiteneinbußen verzeichnet, werde ich den Sendeplatz ändern", versprach er.

Punkto Nachrichtenlänge stellte sich Treiber hinter die Forderung der Publikumsräte. Auch er sei gegen eine Verknappung der Nachrichten, sei aber der "falsche Ansprechpartner", weil diese Causa von der zuständigen Abteilung gemeinsam mit Hörfunkdirektor Willy Mitsche beschlossen wurde. Der Publikumsrat empfahl daher einstimmig, die Nachrichtendauer in Ö1 "von derzeit etwa 5 Minuten nicht zu kürzen und dafür eine längere Nachrichtendauer in den Regionalradios in Kauf zu nehmen". (APA)

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