2009: Die größten Enttäuschungen in der IT

9. Dezember 2009, 11:22
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Twitter war nicht innovativ, die große chinesische Firewall wächst weiter - Oracle kaufte MySQL und viele andere Aufreger

Die Jahresbestenlisten beherrschen im Dezember naturgemäß die Nachrichtenportale - das beste Handy, die besten Elektrogeräte und vieles Andere mehr. Grund genug einmal nachzufragen, was 2009 denn nicht optimal lief oder zu Enttäuschungen in der IT führte.

Die größten Enttäuschungen des Jahres

Eine entsprechende Liste hat ReadWriteWeb unter dem Titel "Top 10 Failures of 2009" veröffentlicht. Darin finden sich einige interessante Dinge und schon wieder fast vergessene IT-Themen des bald endenden Jahres 2009.

Keine TouchPads und fehlende Innovation

Aus Sicht von ReadWriteWeb gingen im Jahr 2009 einige Versprechen und Ankündigungen der IT-Branche (wieder einmal) nicht in Erfüllung. So ist etwa noch immer kein ordentliches TouchPad im Handel verfügbar, so die Conclusio. Der Microblogging-Dienst Twitter könne zwar auf ein AnwenderInnen-Wachstum im bald abgelaufenen Jahr blicken, aber eine wirklich Innovation haben die EntwicklerInnen heuer nicht zu Stande gebracht.

Von Feuerwänden und Wellen

Ebenso enttäuschend sei auch, dass die "Great Firewall" Chinas in diesem Jahr weiterausgebaut und verbessert wurde. Eine Lockerung der Internetzensur in China sei daher wieder in weitere Ferne gerückt. Twitter, Facebook,YouTube und Blogging-Dienste, mit anderen Worten alles was sich unter dem Begriff "Web 2.0" zusammenfassen läßt, wird in China entweder sehr genau zensiert und ausspioniert oder ganz gesperrt. Ebenfalls eine Enttäuschung für das Magazin, wenn auch in einer ganz anderen Klasse, war in diesem Jahr Google Wave.  Der Hype war groß, die Innovation gering und insgesamt sei man noch bei Weitem nicht am Ziel der Möglichkeiten.

 

 

Oracle und MySQL und schlechte Werbespots

Weitere Enttäuschungen die ReadWriteWeb zusammengetragen hat: Die Trennung von Microsoft und Don Dogde und die Verschiebung vom Spotify-Start in den USA. Kritik gibt es auch am Kauf von MySQL durch Oracle. Wie lange wird die Software wohl noch weiterentwickelt und frei sein?, so die Frage. Als eine der größten Enttäuschungen nennt das Magazin einen Werbespot von LeapFish, der unerträglich und selten dämlich sei. Nun denn, bleibt zu hoffen, dass 2010 ein besseres Jahr für die IT wird.(red)

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