Amnesty wirft Soldaten Folter vor

9. Dezember 2009, 09:54
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Innenministerium kündigt Prüfung der Beschuldigungen an

Mexiko-Stadt - Amnesty International wirft Soldaten in Mexiko vor, im Kampf gegen den Drogenhandel Verdächtige zu foltern. Ein am Dienstag veröffentlichter Bericht führt den Fall von 25 Polizisten in der Grenzstadt Tijuana an, die wegen Korruptionsvorwürfen von Soldaten festgenommen wurden. Demnach sagten die Polizisten aus, ihnen seien die Füße in Wasser gesteckt und Elektroschocks an allen Körperteilen bis hin zu den Genitalien zugefügt worden. Das Innenministerium kündigte eine Prüfung des Berichts an. 

Für den Kampf gegen den Drogenhandel wurden seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderon im Jahr 2006 mehr als 45.000 Soldaten abgestellt. Seitdem haben mehr als 14.000 Menschen im Zusammenhang mit dem organisierten Verbrechen ihr Leben verloren. Am Dienstag kamen zehn Menschen bei einer Schießerei mit Polizisten und Soldaten im mexikanischen Staat Durango ums Leben. (APA/AP)

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