Lobo in Costa Rica um Unterstützung bemüht - Panama und Costa Rica unterstützen Lobo
Der gewählte Präsident von Honduras, Porfirio Lobo, hat sich für
eine Amnestie zugunsten seines gestürzten Vorgängers Manuel Zelaya
ausgesprochen. Dieser hält sich in der brasilianischen Botschaft auf,
weil nach dem Umsturz im Juni ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt
wurde. Auch die Beteiligten an dem Umsturz sollten Straffreiheit
genießen, sagte Lobo am Dienstag in Costa Rica.
Der konservative Geschäftsmann traf dort mit Präsident Oscar Arias
und dem panamaischen Staatschef Ricardo Martinelli zusammen. Diese
sagten, der Wahlsieg Lobos von Ende November werde anerkannt. Eine
vollständige Unterstützung werde es aber erst dann geben, wenn der
international nicht anerkannte Übergangspräsident Roberto Micheletti
zurückgetreten sei.
Lobo hat erklärt, er wolle nach seinem Amtsantritt am 27. Jänner
einen Prozess der nationalen Versöhnung einleiten. Eine Amnestie
steht allerdings allein dem Kongress zu. Und der hat sich mit 111 zu
14 Stimmen bereits gegen eine Wiedereinsetzung Zelayas ausgesprochen.
Panama und Costa Rica unterstützen Lobo
Costa Rica und Panama haben dem neu gewählten Präsidenten von Honduras, Porfirio
Lobo Sosa ihre Unterstützung zugesagt. Die Präsidenten beider Länder, Óscar
Arias (Costa Rica) und Ricardo Martinelli (Panama) riefen die internationale
Staatengemeinschaft auf, die neue Regierung in dem von einer Staatskrise
erschütterten Nachbarland anzuerkennen. Dem honduranischen Volk sei ein weiteres
Leiden nicht zuzumuten, sagte Arias. An dem Treffen nahmen auch die übrigen
Kandidaten der Präsidentenwahlen in Honduras teil
Arias hatte in dem zermürbenden Konflikt zwischen dem gestürzten
honduranischen Staatschef Manuel Zelaya und dem Interims-Präsidenten Roberto
Micheletti vermittelt. Einer der Kernpunkte des Plans war die Bildung einer
Regierung mit allen Kräften gewesen, an dessen Spitze der international als
rechtmäßiger Präsident anerkannte Zelaya hätte stehen sollen. Auf diese
Bedingung ist Micheletti allerdings nie eingegangen. (red/APA/AP)