Holbrooke: US-Politik nach 9/11 war "Riesenfehler"

8. Dezember 2009, 23:11
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"Jetzt müssen wir die Folgen tragen und das reparieren"

Mainz - Angesichts der schwierigen Lage in Afghanistan hat der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, die Irak-Politik der USA nach dem 11. September 2001 kritisiert. Sich auf den Irak zu konzentrieren "war ein Riesenfehler", sagte Holbrooke dem "heute-journal" des ZDF am Dienstag laut einer Vorabveröffentlichung.

Die Taliban und das Terrornetzwerk Al-Kaida in Afghanistan seien damals nach Pakistan vertrieben worden, sagte Holbrooke. Das habe ihnen die Möglichkeit gegeben, sich in Pakistan zu entwickeln.

"Riesenfehler"

"Die USA haben sich auf Irak konzentriert, das war ein Riesenfehler", sagte er. "Jetzt müssen wir die Folgen tragen und das reparieren."

Aus diesem Grund habe US-Präsident Barack Obama in der vergangenen Woche die Entscheidung getroffen, 30.000 zusätzliche US-Soldaten nach Afghanistan zu schicken und die Verbündeten aufgefordert mitzumachen. Die NATO sagte mindestens 7.000 zusätzliche Soldaten zu. (APA)

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