Paarlauf der Computer

8. Dezember 2009, 19:08
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Das gleichzeitige Rechnen auf mehreren Prozessoren spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab. Im einfachsten Fall ist es ein Chip mit mehreren Kernen, ein sogenannter Mehrkernprozessor. "Dual Core" oder "Quad Core" steht dann zum Beispiel bei den technischen Merkmalen im Werbeprospekt. Darüber hinaus können mehrere Chips in einem Rechner untergebracht sein.

Im nächsten Schritt können mehrere Rechner zusammengeschlossen werden. Sie bilden einen Server oder ein sogenanntes Rack, eine Art Schrank, in dem die Computer zusammengeschaltet sind. Werden dann mehrere Racks verbunden, entstehen sogenannte Superrechner mit zigtausend Prozessoren. Sie füllen ganze Hallen, stehen an Universitäten, in Forschungszentren und bei der Nasa und werden unter anderem für Physik, Chemie und Klimaforschung eingesetzt.

Eine weitere Form von Superrechnern ist das Grid-Computing. Hier stehen die Rechner an verschiedenen Orten und sind über das Internet miteinander verknüpft. In Österreich bauen Institute mehrerer Universitäten derzeit mit der Initiative Austrian Grid die Infrastruktur für ein solches Netz auf.

Etwas Ähnliches ist Cloud-Computing. Hier liegen Programme und Daten nicht mehr auf dem eigenen Rechner, sondern werden auf anderen Computern abgespeichert, deren Speicherplatz gemietet wird, wenn er gerade gebraucht wird. Die Computer bilden zusammen die "Wolke", in der gerechnet wird. (mark/DER STANDARD, Printausgabe, 09.12.2009)

 

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