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Dieses steinharte Phänomen scheint es schon länger zu geben, nur ist es mir noch nie untergekommen, weder in Gesprächen mit jugendlichen Gewährspersonen noch in geschriebener Form: Nämlich das frei erfundene Verbum "felsen", das eigentlich nur als deutsche Übersetzung ("das felst") für das englische "this (or that) rocks" benötigt wird. Bei der Suche nach dieser Art von "felsen" im Internet bin ich auf etliche Belegstellen gestoßen: "Das felst das Haus echt wie in alten Zeiten " ;"das felst die hütte"; "Meine Fresse, das felst" (die letzte Belegstelle datiert aus dem Jahr 2003, die zeitlich früheste, die ich gefunden haben). Nimmt man an, dass "felsen" auch in Österreich im Umlauf ist, so würde es hierorts wahrscheinlich gar als "dös föst" ausgesprochen.
Womöglich können mir ja die p.t. Leser mitteilen, ob ihnen dieses wunderliche Verb schon irgendwann einmal untergekommen ist, ob sie es gar in ihrem aktiven Wortschatz führen oder ob ihnen die eine oder andere steinerne Assoziation dazu in den Sinn kommt.
Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
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Die Diversifizierung der Warenwelt schreitet unaufhörlich voran ...
... steht eine dicke fette Phrase
"Gewährspersonen" wofür?
Ich habe den Ausdruck noch nie - außer in obigem Artikel logischerweise - gelesen oder gehört! "Felsen" ist doch ein völliger Blödsinn!
Als Gegenstück würde ich das "Holzen" empfehlen. Im Sinne von "Heast, Oida, du holzt jo voi!" als umgangssprachlicher Vorwurf, dass der Angesprochene das sprichwörtliche "Brett vor dem Kopf" herumträgt...
Die letzte Zeile hat mir, ich gestehs, einiges Kopfzerbrechen bereitet. Sollte ich in der Nähe des Originals bleiben (beim Bild des Rückens, dessen Biegsamkeit durch kein Rückgrat beeinträchtigt wird) und wie das Original auf einen echten Reim verzichten, auch auf die Gefahr, dass das Ganze etwas holprig wird, oder doch auf verbale Geschmeidigkeit setzen? Tja, aus heutiger Sicht würd ich eher deiner Version den Vorzug geben, einigen wir uns vielleicht auf:
BIS DASS DER BUGL URNDLICH KROCHT
...geben ich Ihnen recht, allerdings ist in meiner Zeile der Bugl Bluesmässig irgendwo zwischen Dominante und Subdominante angesiedelt und kann so zu einem Buuhuuhuugl gedehnt werden.
Beide Varianten gälte es wohlbeklampft zu überprüfen...
;-)
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