Zelaya bleibt in brasilianischer Botschaft

7. Dezember 2009, 22:31

Zunächst bis Ende Jänner

Tegucigalpa - Der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya bleibt vorläufig in der brasilianischen Botschaft. Wie örtliche Medien am Montag berichteten, will Zelaya, dessen Rückkehr an die Macht in der vergangenen Woche endgültig vom Parlament abgelehnt worden war, zunächst bis zum 27. Jänner 2010 in der Vertretung Brasiliens ausharren. Die honduranische Übergangsregierung will Zelaya unter anderem wegen Verfassungsbruchs vor Gericht stellen. Die Machthaber werfen ihm vor, mit einer Verfassungsänderung eine weitere Amtszeit angestrebt zu haben.

International wird Zelaya als legitimer Präsident von Honduras anerkannt. Doch wurde am 29. November der konservative Politiker Porfirio Lobo Sosa zum neuen Präsidenten gewählt, der am 27. Januar das Amt des Staatschefs antreten soll. Die Wahlen werden inzwischen von einer Reihe von Regierungen anerkannt. (APA)

Robert Fien
10
9.12.2009, 04:13
Welche Regierungen erkennen diese Pseudo-Wahl zur Legitimierung eines Putsches an?! Das ist kein unwichtiges Detail lieber Standard!

Soft Werker
00
12.12.2009, 01:35
Laut Wikipedia:

USA, Israel, Italien, Kolumbien, Panama, Peru, Deutschland, Costa Rica und Japan.

Denn es war keine Pseudo-Wahl, sondern eine Wahl, die unter der Aufsicht internationaler Beobachter durchgeführt wurde.

Zeleya hat (mit seinem Versuch, eine Volksabstimmung über eine Verfassungsänderung, die ihm weitere Amtszeiten erlaubt hätte, durchzuführen) hoch gepokert und verloren.

Wenn man hoch pokert, kann man auch mal verlieren und sollte das dann auch mit Fassung tragen.

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