Neues ultraschlankes Elektromobil mit hoher Effizienz

12. Dezember 2009, 18:20
  • Artikelbild
    foto: japan automobile research institute (jari)

    2,65 mal 1,4 mal 1,53 Meter groß und nur 300 Kilogramm schwer: der C.ta.

Japanisches Institut entwickelte 300 Kilogramm schweres Fahrzeug, das mit Radnabenmotoren angetrieben wird

Tokio - Das Japan Automobile Research Institute (JARI) hat ein ultraleichtes und effizientes Elektromobil entwickelt. Der Dreisitzer C.ta besitzt eine Karosserie aus mit Karbonfaser verstärktem Plastik und wiegt insgesamt gerade einmal 300 Kilogramm.

Ingenieure des JARI haben für das Design gesorgt, das japanische Unternehmen GH Craft Ltd. fertigte die Karosserie. Bedenken hinsichtlich von Robustheit, Stabilität und Sicherheit konnten jedoch Medienberichten zufolge bislang nicht ausgeräumt werden.

Höhere Effizienz durch Radnabenmotoren

Das 2,65 mal 1,4 mal 1,53 Meter große Elektrofahrzeug erreichte im Zuge erster Testzyklen eine Reichweite von 125 Kilometern. Genau wie das i-MiEV von Mitsubishi wird C.ta von Radnabenmotoren - mit jeweils zwei Kilowatt (KW) Leistung - angetrieben. Der Wegfall des herkömmlichen Antriebsstrangs mit Getriebe führt zu geringeren Reibungsverlusten und so zu höherer Effizienz im Betrieb. Der Antrieb ist jedoch Umwelteinflüssen wie Stoßbelastungen oder den hohen Bremstemperaturen stärker ausgesetzt.

25 Kilometer pro KWh

Die Stromversorgung erfolgt über einen 40 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akkumulator. Der Energiespeicher weist eine Kapazität von fünf Kilowattstunden (KWh) bei einer Spannung von 129,5 Volt auf. Trotz geringerer absoluter Reichweite soll sich das Fahrzeug mit 25 Kilometern pro KWh effizienter betreiben lassen als Mitsubishis Elektromobil mit knapp zehn Kilometern pro KWh.

Das Modell des JARI könnte sich auch als Konkurrenz des Tata Nano im Billigsegment entpuppen. Zum möglichen Verkaufspreis liegen jedoch noch keine Informationen vor. Erste Prototypen des C.ta sind bereits auf der Tokioter Motorshow 2009 präsentiert worden. (red/pte)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2
.Jörg, die Tante
02
17.12.2009, 06:39
Gut 110 Jahre alt, die Erfindung aus Japan - damals waren in Japan allerdings noch Fahrzeuge mit Rädern verboten ;-)))

Ein Radnabenmotor ist eine Kraftmaschine, die direkt in ein Rad eines Fahrzeuges eingebaut ist und gleichzeitig die Radnabe trägt, so dass ein Teil des Motors mit dem Rad umläuft.

Erfunden wurde der Radnabenmotor bereits im 19. Jahrhundert, als Elektromobile mit solchen Radnabenmotoren, als Elektromotoren ausgeführt, ausgerüstet wurden. Schon Ferdinand Porsche rüstete zur Weltausstellung 1900 den Lohner Porsche genannten Elektrowagen mit lenkbaren Radnabenmotoren aus.

Erwin Brandstetter
35
16.12.2009, 22:28
Krewecherln

Es geht um die wichtigste technische Entwicklung der Gegenwart: Energie-effiziente Autos, die kein Erdöl verbrennen. Und alles, was den meisten unterbelichteten Postern einfällt, ist über das Aussehen am Foto zu rülpsen.

Das ist überhaupt das Kernproblem des massenhaften Automobilmissbrauchs. Die Maschinen zur Fortbewegung werden als Status-Symbol und modisches Ausdrucksmittel wahrgenommen. Diese primitive Massenblödheit tötet und zerstört, schon bemerkt?

.Jörg, die Tante
52
17.12.2009, 06:48
Deine "wichtigste technische Entwicklung der Gegenwart"

ist 110 Jahre alt und hat sich bekanntlich in der POraxis nicht bewährt! Das sieht man immer wieder, dass Zivilversager, wie die Umwelthysteriker, glauben das Ei des Kolumbus gefunden zu haben, wenn irgend ein windiges "Institut" eine alte Sache wieder aufwärmt.
Dann ist auch Lithium auf dieser Erde nicht in ausreichender Menge vorhanden....

Also komm nur schön wieder auf den Boden der Wirklichkeit zurück, derzeit führt an den Verbrennungsmotoren nichts vorbei!

Die Zukunft liegt im Wasserstoff und der Brennstoffzellentechnik, damit werden auch Rennwagen und SUV's betrieben werden können!

I bis
00
11.1.2010, 09:23
Lithium ist häufiger als Blei.

Und da es genug Blei gibt, um jedes Auto mit einer Starterbatterie auszurüsten, kann man auch in jedes Auto einen Lithium-Ionen-Akku einbauen.

Und der E-Antrieb krankt ausschließlich an der Akku-Technik, die sich aber rasch weiterentwickelt. Ansonsten ist der elektrische Antrieb dem Verbrennungsmotor in jeder Hinsicht ebenbürtig und oft überlegen (Lärm, Abgase, Effizienz, Beschleunigung, Komplexität, Wartungsfreundlichkeit).

Brennstoffzellen wären fein, haben aber geringe Effizienz und die Wasserstoffspeicherung ist kaum einfacher als die Speicherung elektrischer Energie.

Wolfram Wendel
02
18.12.2009, 10:56
Zivilversager

Der Radnabenmotor ist tatsächlich so alt, Elektroautos gibts noch länger (in New York waren es 1901 50% der Fahrzeuge) Warum sie sich letztendlich nicht durchsetzten war die Akku-Technologie, die mit langen Ladezeiten und kurzen Reichweiten dem Verbrennungsmotor haushoch unterlegen war. Das ändert sich nun mit neuen Stromspeichern: "Zivilversager" wie der Vorstandsvorsitzende von VW Martin Winterkorn oder Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber sehen im Elektroauto die Zukunft der Automobilindustrie. Außerdem ist die Infrastruktur für E-Autos sicher schneller aufgebaut als für Wasserstoff. Sollen wir wirklich so lang CO2 in die Luft blasen?

Der Waehlerwille
 
00
16.12.2009, 22:27
radnabenelektromotoren ...

tja .. vor rund 100 jahren hat sowas schon mal ein österreicher gebaut.

kam allerdings eine weile nur wenig nach ..

mika33
32
16.12.2009, 17:50
Warum müssen Elektroautos immer so bescheuert aussehen?

kein Wunder, dass das keiner will ...

ich finde keinen namen
30
15.12.2009, 23:08
es wundert mich immer noch

das man elektro autos baut, da nirgends steckdosen sind und strom auch vom aussterben bedroht ist...
was soll dann der schmarrn mit batteryauto

orso minore
00
14.12.2009, 08:29

Kleine Unschaerfe: der i-Miev so wie er auf den Markt kommen soll hat keine Radnabenmotoren (im Gegensatz zu einigen Prototypen von Mitsubishi)

gaisbock
12
13.12.2009, 17:03
www.twike.de/index.html

schaun´sie sich des an

Dekkard
01
13.12.2009, 20:28
Supertolles Ding...

...und ich hätte sehr gerne eines, aber für den Preis absolut induskutabel. Und Leute die so viel Geld haben, geben es meist für andere Dinge aus - leider.

WBR
00
13.12.2009, 17:37
Preis!

An das Twike mußte ich hier auch schon denken. Die Leistungen dürften einander ähneln.
Wenn sich die Fahrzeuge auch im Preis ähneln, kann man einen Erfolg vermutlich vergessen.
Ein Lion-Twike mit einer Reichweite von 120 km kostet 27.000 Euro, ohne Extras.

Loonquawl
06
13.12.2009, 16:45
sieht aus wie

HOMER, das Auto geschaffen für Homer.
kennt das noch wer?

Road Trippin
00
15.12.2009, 00:54
Brilliant

Homer ist doch brilliant! Er hat schon vor 10 Jahren das gebaut, was heute den hochtechnologischen Japanern beginnt!

rough_rider
00
14.12.2009, 12:44

na klar kenn ich das! sehr viel geld wäre von nöten, damit ich mich mit diesem japanischen "meister glanz mobil" blicken lassen würd...

beinstein
00
14.12.2009, 08:35
MICH HATS..

an tschitti tschitti bäng bäng erinnert ;-)

GevatterTod
02
13.12.2009, 15:12
Ich mag die Elektro-assisted Rikshaws

Ich sah immer ein Elektroauto dieser Groesse den Handelskai zum KW Freudenau in der Frueh fahren.
Aber nur Mai bis September - WARUM?

Diese Frage sollten sich alle Elektro und Hybridautohersteller fragen - oder in anderen Worten:
Wie heiz ich diesen Kasten? Mit Heizluefter?

Also in den Tropen - Super - am besten mit SolarzellenDach. Aber bei uns im Norden?
Das erinnert mich an meinen Altvorderen der bei einem EVN mit dem Motorad in eine Wehrmachtsaehnlichen Gummikluft zu Stoerungen fahren musste.

orso minore
00
14.12.2009, 09:27

Warum nicht Heizluefter? Durch die groessere Batterie koennte auch eine Standheizung elektrisch statt mit Kraftstoff betrieben werden. Bei einem Hybridauto wuerde sich anbieten das Kuehlwasser zu heizen (programmierbar mit Zeitschalter) so hat man gleich zu Fahrtbeginn gute Heizleistung und der Motor wird auch schneller warm, was wieder Kraftstoff spart.

GevatterTod
00
22.12.2009, 14:51
Kreisky sagte lernens Geschichte, ich sag lernens Physik

ein Heizluefter braucht in der Wohnung ca 500W, im Auto ca 1 kW, das sind bei einer Stunde Fahrzeit 1KWh oder bei 12V ca 80 Ampere eine Stunde lang - also soviel wie ein Diesel Starterbatterie wenn sie denn voll ist. Das Elektrovehikel hat 2x2kW Motoren, aber die werden durchschnittl;ich mit max 50% belastet, also 2kW.
Das heiszt das die Heizung 50% Mehrverbrauch bedeutet.
Und glauben sie nicht das die Bremsenergie genutzt werden kann wie in der Strassenbahn, die wird wieder in die Batterien geladen

orso minore
00
22.12.2009, 15:11

"Diese Frage sollten sich alle Elektro und Hybridautohersteller fragen " Das haben Sie gepostet, und ein normales Auto ist wohl eher mit 10-20 kW unterwegs, das bringt man den Mehrverbrauch leicht unter, und die sind auch besser isoliert so dass man nach ein paar Minuten die Heizleistung auch zurueckregeln kann. Beim den Rikshaws machts natuerlich mehr aus.
Dass ein Elektroauto etwas mehr braucht als eine normale Starterbatterie ueberrascht mich jetzt nicht wirklich.
Was die Bremsenergie betrifft: wenn die in die Batterien geladen wird, warum soll ich die dann nicht nutzen koennen, zum Fahren und fuer die Heizung? Ich glaub mit Ihrem Zitat werden Sie nicht so beruehmt werden wie Kreisky

GevatterTod
00
23.12.2009, 09:58
Das Problem ist nicht geloest.

Der Ing vom Verbund der im Sommer mit seinem Elektromobil ins Kraftwerk Freudenau fuhr weisz genau warum er nicht im Winter faehrt.
Sie haben durch die winterlichen Bedingungen eine forcierte Kuehlung. Da kommen sie mit den paar Watt nicht aus. Schon bei einem modernen Dieselmotor haben sie bei laengerem Gefaelle praktisch keine Heizung. weil der Motor bei Schubbetrieb nur mehr die paar Watt Bremsenergie
an Waerme abgibt.
Kreisky's Ruhm wird auch dem Elektromobil ohne Heizung im Alpenraum und im Norden versagt bleiben.

Aufruf an die Fachleute:
Weisz jemand die Heizleistung eines normalen PKWs?

Sitacui
03
13.12.2009, 15:11
Wen interessiert die Energieeffizienz ?

Wie schnell ist das Ding, Beschleunigung von 0 auf 100? Gibts das auch in Rot?

I bis
00
11.1.2010, 09:38
Wenn du an Beschleunigung interessiert bist, kann ich den Tesla Roadster empfehlen,

der rauscht in 3,9 Sekunden von 0 auf 100. Auf das gewohnheitsmäßig dazugehörige Röhren der Auspuffe musst du allerdings verzichten - nach 3,9 Sekunden ist wohl noch nicht einmal der Kühler (summt leise) für die Lithium-Akkus angelaufen.

Ich habe den Tesla in schwarz gesehen, auf Fotos auch in rot.

Raubkopierer
11
13.12.2009, 12:59

mein erster gedanke dazu war (bitte die ungehobelte ausdrucksweise zu entschuldigen): bist du behindert schaut das dämlich aus.

aber an sich eine super entwicklung, das design ist hlt mehr als daneben gegangen...

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.