Spenden-Bereitschaft leidet unter Wirtschaftskrise

7. Dezember 2009, 15:02
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Anteil der Spender in Österreich hat sich im vergangenen Jahr um neun Prozent verringert - Für Kinder wird noch immer am meisten hergegeben

Linz - Die Wirtschaftkrise wirft auch auf die Spendenfreudigkeit der Österreicher ihren Schatten: 2009 war sowohl bei der Zahl der Spender als auch bei der Höhe der Spendenhöhe "ein empfindlicher Rückgang zu verzeichnen", heißt es seitens des Linzer Sozialforschungsinstituts Public Opinion.

So haben in den vergangenen 12 Monaten nach eigenen Angaben rund 55 Prozent der
Österreicher gespendet. Damit hat sich der Anteil der Spender hat gegenüber dem Vorjahr um neun
Prozent verringert. Die durchschnittliche Spendenhöhe im Jahr 2009 beläuft sich auf rund 78 Euro.
Sie liegt damit um vier Euro unter jenem Betrag, der im Jahr 2008 gespendet wurde. 2006 waren es
noch rund 88 Euro gewesen. Dies geht aus der aktuellen Spendenmarktuntersuchung von Public
Opinion hervor, für die im Zeitraum Oktober/November 1089 Personen repräsentativ für die
österreichische Bevölkerung befragt wurden.

Rückgang bei fast allen Spendenformen

Der Rückgang macht sich laut der Studie bei nahezu allen Spendenformen bemerkbar. Besonders stark trifft es demnach die Erlagschein-Spenden (minus 7 Prozent), Spenden bei Haussammlungen an der Wohnungstür, den Kauf von Abzeichen/Briefmarken/Losen etc. für einen guten Zweck (minus 6 Prozent) sowie Spenden bei Kirchensammlungen (minus 5 Prozent). Selbst die Beteiligung an einer Altkleidersammlung ist rückläufig (minus 5 Prozent).

Beim Spendenzweck liegen Kinder mit rund 24 Prozent nach wie vor an erster Stelle, gefolgt von der Zielgruppe Tiere. Nur jeder zehnte Befragte spendet für Katastrophenhilfe im Inland, rund 9 Prozent für Kirchen und religiöse Vereinigungen sowie 8 Prozent für die Bekämpfung des Hungers
in der Welt. Jeweils 6 Prozent spenden für Katastrophenhilfe im Ausland, Natur- und Umweltschutz,
Obdachlose/Bettler sowie für geistig und körperlich Behinderte. (red)

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    Der Rückgang macht sich laut heimischer Studie bei nahezu allen Spendenformen bemerkbar.

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