Arten- und Projektvielfalt in Österreich

12. Dezember 2009, 15:10
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Die Bundesforste beteiligen sich am internationalen Biodiversitätsprogramm "Countdown 2010"

Wien - "Jedes gesunde Ökosystem, jeder gesunde Wald braucht Artenvielfalt" - Österreich bringt es auf fast 70.000 Arten, allen voran rund 36.000 Insekten. Viele von ihnen sind allerdings in ihrem Weiterbestand bedroht. Im Vorfeld des Internationalen Jahres der Biodiversität 2010 wiesen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) auf ihre Natur- und Umweltschutzprojekte sowie neue diesbezügliche Maßnahmen hin - insgesamt über 800 Projekte. "Es ist unser Ziel, mit naturnaher Waldwirtschaft, der Erhaltung von Schutzgebieten und zahlreichen Einzelmaßnahmen Vielfalt zu sichern und den Verlust von Arten und Lebensräumen zu stoppen", so ÖBf-Vorstandssprecher Georg Erlacher.

Die Bandbreite der Maßnahmen reiche von besonderer Rücksichtnahme auf sensible Brutgebiete über die Ausweisung von Schutz- und Schongebieten bis hin zu großflächigen Moorrenaturierungen. Allein im Salzkammergut starte kommendes Jahr ein dreijähriges Renaturierungsprojekt, bei dem rund 60 Moore untersucht, analysiert und nach Möglichkeit wiederhergestellt werden. Artenschutzprojekte gibt es beispielsweise für Alpenbock, Wildkatze und Habichtskauz. Als erster Forstbetrieb Europas beteiligten sich die Bundesforste zudem am internationalen Biodiversitätsprogramm "Countdown 2010".

"Hotspots" der Artenvielfalt

Von den rund 850.000 Hektar Gesamtfläche, die die Österreichischen Bundesforste betreuen, stehen mehr als 50 Prozent unter Naturschutz. 52.000 Hektar sind in Nationalparks als "Hotspots" der Artenvielfalt eingebracht, in den Nationalparks Kalkalpen und Donau-Auen sind die Bundesforste in das operative Management eingebunden. Weiters betreuen die ÖBf wesentliche Flächen im Biosphärenpark Wienerwald, in Natura-2000-Gebieten, Naturparks sowie in geschützten Landschaftsgebieten. "Für eine Vielfalt an Arten braucht es ein breites Spektrum an intakten Lebensräumen. Im Sinne der Nachhaltigkeit besteht unsere Herausforderung darin, eine Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, gesellschaftlichen Interessen und naturschutzfachlichen Anforderungen zu finden", so Erlacher. (red)


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