Dreier für Fuchs, Fünfer für Ivanschitz

7. Dezember 2009, 12:03
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Bochum-Legionär "Spieler des Spiels" - Mainz-Legionär konnte über die rechte Seite keine Akzente setzen - Trainer Tuchel: "Das Spiel lief völlig an ihm vorbei"

Nürnberg - ÖFB-Legionär Christian Fuchs ist nach seinem tollen Ausgleichstor im Dress des VfL Bochum am Wochenende in der 15. Runde der Fußball-Bundesliga zum 1:1-Endstand auswärts gegen den VfB Stuttgart vom deutschen Fachmagazin "kicker" zum "Spieler des Spiels" gekürt worden. "Schon in der 67. Minute verfehlte ein Freistoß knapp das Tor. Dem Linksverteidiger gelang beim Ausgleich ein zweiter Kunstschuss," begründete das Blatt.

Der 23-jährige Niederösterreicher, der gemeinsam mit Torhüter Philipp Heerwagen bester Bochumer (jeweils Note 3) war, sorgte mit seinem ersten Saisontor im zwölften Ligaspiel dafür, dass seine Bochumer in der Tabelle einen Punkt vor den Schwaben und damit über dem ominösen Strich blieben. Indirekt hatte Fuchs mit seinem Treffer auch zum sonntägigen Trainerwechsel des VfB beigetragen. Markus Babbel musste dem 55-jährigen Schweizer Christian Gross Platz machen.

Nur eine etwas schwächere Bewertung als Fuchs (3) erhielt Ümit Korkmaz (3,5) nach dem 2:0-Heimsieg der Frankfurter Eintracht im Derby gegen FSV Mainz. In den Reihen der Gäste hatte Andreas Ivanschitz diesmal einen rabenschwarzen Tag erwischt, erhielt vom "kicker" schlechte Kritiken und einen Fünfter.

"Das Spiel lief diesmal völlig an ihm vorbei. Den Plan, dass der Mainzer Topscorer (je sechs Tore und Assists) über die rechte Seite Akzente setzen sollte, verwarf Trainer Thomas Tuchel nach 25 Minuten wieder. Der Österreich blieb ungewohnt blass, in der Pause folglich in der Kabine", hieß es zu der Leistung des Burgenländers.

Die ungeliebte Rolle als Ausrede für den schwachen Auftritt wollte Ivanschitz nicht geltenlassen. Selbstkritisch erklärte er im Fachmagazin: "Etwas zu probieren ist schon in Ordnung. Ich habe unter dem Strich zu wenig daraus gemacht." Neben der Abschlussschwäche machte der Ex-Teamkapitän noch einen anderen wesentlichen Grund aus, warum es zuletzt nicht mehr wunschgemäß läuft. "Wir waren Neuling. Die gegnerischen Mannschaften sind gewarnt, stellen sich jetzt besser auf uns ein." (APA)

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    Christian Fuchs beim Zirkeln.

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