US-Ölpreis im Plus

9. Dezember 2009, 14:18
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Goldpreis mit schwächerer Tendenz

Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag mit Kursgewinnen gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Jänner 73,55 Dollar und damit 1,28 Prozent mehr als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 75,83 Dollar gehandelt. Das waren 0,85 Prozent mehr als am Vortag.

Nach Meinung der Commerzbank-Analysten ist kurz- bis mittelfristig mit einer Fortsetzung der allgemeinen Rohstoffkorrektur zu rechnen, da die fundamentalen Rahmenbedingungen bei vielen Rohstoffen aktuell nicht stimmen, und sich die Preise zu sehr von ihren gerechtfertigten Niveaus entfernt haben.

Rückgang der API-Rohöllagerbestände

Der Ölpreis konnte zuletzt nicht vom unerwartet kräftigen Rückgang der API-Rohöllagerbestände profitieren. Dies ist nach Meinung der Commerzbank ein Indiz für die Stimmungseintrübung am Ölmarkt: Der Ölpreisanstieg der vergangene Wochen beruhe größtenteils auf der Erwartung, dass die Ölnachfrage im nächsten Jahr deutlich anzieht. Nun hat die US-Regierung (EIA) ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage im kommenden Jahr nach unten revidiert. Dies dürfte dem bis zuletzt vorherrschenden Optimismus einen weiteren Dämpfer versetzen.

Der Goldpreis zeigte sich mit schwächerer Tendenz. Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.142,25 Dollar und damit tiefer zum Dienstag-Vormittags-Fixing von 1.164,25 Dollar. Bereits am Vortag hatte der Goldpreis angesichts der aktuellen Dollar-Stärke deutlich verloren.

Eigentlich positive Nachrichten für den Goldpreis - das BIP-Wachstum in Japan wurde deutlich nach unten revidiert, das Kreditrating von Griechenland wurde heruntergestuft, in Dubai sind die Verluste höher als angenommen - wurden vollkommen ignoriert, berichtet die Commerzbank.

Dass der Goldpreis davon nicht profitieren konnte, deutet darauf hin, dass der Anstieg der vergangenen Wochen überwiegend dem schwachen Dollar zu verdanken war und es sich dabei um eine kurzfristige Übertreibung handelte. Die Commerzbank geht davon aus, dass sich der Rückgang des Goldpreises fortsetzen dürfte, zumal die Finanzinvestoren fluchtartig den Goldmarkt verlassen. (APA)

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