Österreich ist Hauptinvestor

6. Dezember 2009, 20:54
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Das Investitionsvolumen erreichte etwa 7,5 Milliarden Euro

Die Wirtschaftskrise hat die Euphorie der Investoren auch in Rumänien gedämpft. Nichtsdestotrotz wird dem Land, das 2007 der EU beigetreten ist und fast dreimal so viele Einwohner hat wie Österreich, von Wirtschaftsforschern großes Potenzial eingeräumt.

Österreichische Unternehmen haben die Chancen in dem Land früher als andere erkannt. Mehr als 4000 österreichische Unternehmen sind in Rumänien vertreten. Das Investitionsvolumen stieg seit Anfang der 1990er-Jahre konstant an und erreichte etwa 7,5 Milliarden Euro. Österreich ist somit der wichtigste Investor in Rumänien. Dazu trugen vor allem zwei der größten Investitionen in der österreichischen und rumänischen Wirtschaftsgeschichte bei: Einerseits die Übernahme des rumänischen Erdölkonzerns Petrom durch die OMV im Jahr 2004, bei der 1,5 Mrd. Euro geflossen sind. Andererseits hat sich die Erste Bank 2005 durch die Übernahme der größten rumänischen Bank BCR um 3,75 Mrd. Euro eingekauft.

Eines der ersten bedeutenden Engagements war das der Raiffeisen Bank, die 2001 die rumänische Landwirtschaftsbank kaufte. Nach rumänischer Rechnung ist 90 Prozent des Bankensektors in ausländischer Hand - wovon 22 Prozent (ohne UniCredit) auf Österreich entfallen. (stro/DER STANDARD, Printausgabe, 7.12.2009)

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