Ein politischer Flop in Zahlen

6. Dezember 2009, 14:44
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    grafik: apa

Einer der kürzesten U-Ausschüsse der 2. Republik geht zu Ende: wenig Zeit, wenige Auskunftspersonen

Wien - Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zu diversen Spionage-Vorwürfen neigt sich dem Ende. Zeit für eine Bilanz:

  • 121 Stunden haben die Politiker im Ausschuss inklusive der bisher im Budgetsaal des Parlaments verbracht. Der Spitzel-U-Ausschuss gehört damit zu den kürzesten parlamentarischen Untersuchungen in der Zweiten Republik überhaupt. Nur fünf der bisher insgesamt 18 U-Ausschüsse tagten kürzer.
  • 18 Sitzungen: Auf so viele Termine werden sich am Ende die 121 gemeinsamen Stunden der Ausschuss-Mitglieder verteilt haben.
  • 3 Beweisthemen hatte sich der U-Ausschuss im Sommer vorgenommen: die Überwachung von Abgeordneten (Ermittlungen trotz Immunität), die angebliche Anstiftung zur Bespitzelung (Fall Öllinger gegen die FPÖ) und die versuchte Einflussnahme ausländischer Geheimdienste auf Abgeordnete (Causa Kasachstan).
  • 36 Auskunftspersonen und ein Sachverständiger wurden laut Statistik der Parlamentsdirektion in insgesamt 17 Sitzungen befragt.
  • 14. Juli: An diesem Datum konstitutierte sich der Ausschuss, der erste Zeuge wurde dann am 7. September befragt. Es war der BZÖ-Abgeordnete Peter Westenthaler.
  • 21.686 Seiten aus vertraulichen Akten wurden eingescannt und auf DVD mit einem fraktionsbezogenen Faksimileschutz auf jeder einzelnen Seite gebrannt und den Parteiklubs verteilt. Die Akten dafür stellten die Ministerien für Justiz, Landesverteidigung und Inneres zur Verfügung.
  • Wie viele Packungen Auer-Baumstämme und Tortenecken oder Wurstsemmerl aus der Parlamentscafeteria in dem Zeitraum verzehrt wurden, konnte nicht mehr exakt eruiert werden - kolportiert wird aber auch hier eine beachtliche Summe. (APA)
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12 Postings
Plabutsch
00
Es war kein Flop

Der U-Ausschuss war kein Flop. Es wurde genau das Ziel erreicht, das ÖVP-SPÖ im Auge hatten : es blieb alles unter der Decke.

Dasselbe Ergebnis wie beim seinerzeitigen Kärntner U-Ausschuss zur Hypo-Alpe-Adria. Da wurde ja auch gemeinsam festgestellt, dass alles in Ordnung wäre.

Die U-Ausschüsse sind derzeit Symbole für die Auflösung des Rechtsstaates : die Täter und Mitwisser stellen sich gegenseitig Persilscheine aus und beweisen, dass alles geht und man keine Sorge vor Konsequenzen zu haben braucht.

Wir leben in der 3. Republik, die Jörg Haider wollte. Die 2. Republik ist tot.

Pol e Mike
00
9.12.2009, 11:12
Nach dem Flieger-, Innen-, und Spionage-AUSSCHUSS....

....muss man erkennen, dass dieses Instrument zur politischen Säuberung vollkommen missbraucht wird, als Bühne von Oppositionsaktionismus.......ohne Rücksicht auf Kosten bedienen sich die Politiker hier am Steuertopf und lassen sich Überstunden auszahlen.

U-Ausschussarbeit soll zukünftig nicht extra bezahlt werden, Parlamentarier verdienen ohnehin zuviel.....dann werden wir sehen wie schnell es KEINEN einzigen mehr geben wird......da tritt dann die Neigung zur Wahrheitsfindung schnell in den Hintergrund.

mikromalist
 
00
7.12.2009, 11:32
U-Ausschüsse sind die Feigenblätter

unserer Obrigkeit. Mit UNSEREM Geld bedeckt sie ihre Blössen.

tinker
00
7.12.2009, 18:29

Könnte der Standard bitte Anzeigen wieviele Postings hier der Zensur zum Opfer fallen, freie Meinungsäusserung na ja wenns ned so traurig wär....

berg jet
31
6.12.2009, 19:46
Besteuerung

Hoffentlich versteuern diese Verschweiger auch ihre Sitzungsgelder. Es genügt ja schon, wenn der Steuerzahler für diese unnötigen Schwätzer aufkommen muss. Der Pilz macht sich da sicher ein schönes Körberlgeld mit unseren Steuern.

perau1
 
10
7.12.2009, 18:17

glauben sie diesen müll oder wollen sie damit nur vom tatsächlichen politischen missbrauch der regierungsparteie ablenken?

Der Mann im Fass
 
00
7.12.2009, 12:13
Klar ...

Der Pilz. Und die Anderen nicht ...

Über so platte Polemik kann ich noch nicht mal müde lächeln ...

werwolfi
02
6.12.2009, 19:25

tja, probleme und mißstände wegzuadministrieren hat eine lange tradition hierzulande...

Fanny Frey
41
6.12.2009, 19:12
Eine teure Show für ein halbes Dutzend Profilierungsneurotiker.

perau1
 
11
7.12.2009, 18:33

finden sie den machtmissbrauch, der trotz blockaden der regierungsparteien ans tageslicht kam wirklich für einen rechtsstaat würdig?

finden sie wirklich, dass die österreicherInnen kein recht haben zu erfahren wie mit bürgerrechten umgegangen wird - nur weil das etwas kostet.
würde sie nicht interessieren, was teuerer ist: der machtmissbrauch der kroko oder ein ua, der diesen machtmissbrauch aufdeckt?

abgesehen davon, dass demokratische rechte unbezahlbar sind und jeder euro, der verhindert, dass österr. ein bananenstaat wird bestens angelegt ist.

wählerInnen wie sie braucht besonders die övp.

mm-10-1
04
6.12.2009, 15:32
ist es möglich die kosten publik zu machen?

ist es möglich festzustellen,ob ein u-ausschuss in der form noch zukunft hat?
momentan schauts eher nicht so aus-leider ist mauern noch immer das beste prinzip-machtlos alle demgegenüber.

Nestor1979
00
6.12.2009, 18:59
Beide Fragen sind sehr berechtigt.

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