Nur Walchhofer kann mithalten

05. Dezember 2009 22:04
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    Foto: apa/fohringer

    Der junge Herr Janka setzt zu einem frühsaisonalen Höhenflug an.

Platz fünf bei der Abfahrt in Beaver Creek, Schweizer Doppelsieg durch Janka und Cuche in Hundertstel-Krimi

eaver Creek - Doppelsieg für die Schweiz bei der Abfahr von Beaver Creek am Samstag. Carlo Janka bewältigte die Strecke "Birds of Prey" als Schnellster,  Didier Cuche lag nur zwei Hundertstel dahinter. Zwei weitere Hundertstel dahinter kam Aksel Lund Svindal auf Platz drei. Vor einem Jahr war der Norweger in Beaver Creek schwer zu Sturz gekommen.

Die ÖSV-Speed-Abteilung fuhr erneut eher hinterher. Michael Walchhofer landete als Bester mit 0,46 Sekunden Rückstand auf Platz fünf - ein Hundertstel  hinter dem viertplatzierten Bode Miller. Von den übrigen Österreichern schaffte es nur noch Mario Scheiber als Zehnter unter die Top-Ten, Klaus Kröll wurde 14.  Für Janka war es der insgesamt vierte Weltcupsieg seiner Karriere, der zweite in Folge. Schon am Freitag hatte der 23-jährige Aufsteiger die Superkombination für sich entschieden.

Hatten in den Vortagen Temperaturen von minus 20 Grad für aggressive Schneeverhältnisse gesorgt, war es am Renntag mit minus 7 Grad geradezu lau. "Es war heute bei weitem nicht mehr so bissig. Vielleicht war ich etwas zu sensibel unterwegs", kritisierte Walchhofer seine mangelnde Anpassunsfähigkeit.

Vor allem die Steilhang-Ausfahrt misslang dem Ex-Weltmeister. Ein Fehler, der sich bis ins Ziel fortsetzte. Nun bräuchte es Geduld. "Die Form stimmt, die Ergebnisse nicht. Jetzt gilt es, in Europa auch Ergebnisse zu bringen." Die Dominanz der Schweizer schmerzte schon ein bisschen: "Dass die einen Doppelsieg haben und ich nicht mitreden kann, zipft mich an."

Klaus Kröll, immerhin Zweiter der Weltrangliste, war nach erneut vergeblicher Formsuche etwas ratlos: "Ich weiß auch nicht, was heute los war, es wären meine Bedingungen gewesen. Ich hatte Grip-Probleme, Abstimmungsprobleme, habe ewig lange gebraucht, um um die Kurve zu kommen. "Wir haben viel Arbeit vor uns!"

Anders die Gefühlslage beim lange verletzt gewesenen Mario Scheiber. Er fuhr mit Startnummer 35 auf Platz zehn und jubelte über sein bestes Ergebnis seit dem Comeback. Wegen neuerlicher Knieprobleme (Knorpelschaden) muss der 26-Jährige allerdings auf einen Riesentorlauf-Start am Sonntag verzichten und fliegt vorzeitig zurück nach Europa. Eine eventuelle Operation schloss Scheiber nach diesem Spitzenresultat aber aus.

Janka etablierte sich mit seinem ersten Abfahrtstriumph auf einer der schwersten Strecken der Welt als gegenwärtige Nummer eins. In seinen fünf Saisonrennen hat der erst 23-jährige aus Graubünden nun zwei Siege und vier Podestplätze herausgefahren und führt mit 360 Punkten in der Weltcup-Gesamtwertung vor Cuche (319) und Benjamin Raich (201). Der Tiroler hatte auf einen Start in der Abfahrt verzichtet. Nach vier Siegen in sechs Rennen liegen die Schweizer auch in der Mannschaftswertung klar voran.

Janka gilt auch im Riesentorlauf als der große Favorit, schließlich ist er Weltmeister. Der nervenstarke Schweizer kann da in die Fußstapfen von Hermann Maier treten, der als bisher einziger Rennläufer in Beaver Creek drei Rennen in Serie gewonnen hat. Nach dem Salzburger soll auf der "Birds of Prey" demnächst ein Streckenteil benannt werden. (red/APA)

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Posting 1 bis 25 von 61
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rapp ix
06.12.2009 15:16
Oh Zeiten, oh Sitten

pardon, Oh Zeiten, oh Verlierer, als wir den Österreichern hinterher fuhren.

Dabei lobten wir seinerzeit, wie die Österreicher in Ski-Internaten ihre Jungs und Girls nicht nur fürs Leben, sondern auch fürs Siegerpodest drillten.

Ich befürchte, uns Schweizern fehlt einfach der Ski-Fahr-Nachwuchs. Immerhin können wir Schweizer im Bereich Fussballnachwuchs unter 17 Jahren als Weltmeister brillieren.

Irgendwer von Irgendwo
06.12.2009 13:54
sorry, passt nicht ganz zum thema...

aber kann mir jemand erklären wozu dieser "ORF Sport" spartensender gemacht wurde?
dort läuft den ganzen tag dieses ekelerregende Ö3 und im ORF1 laufen die sportübertragungen, die mich persönlich nicht interessieren. ich geh, wenn schon, lieber selber auf die piste...

Captain Smoker
06.12.2009 13:22

Ich denke man sollte sich wohl damit anfreunden, dass die goldene Zeit einfach vorbei ist. Egal bei welcher Nation, nach so einer Dominaz kam immer ein Einbruch.

"Vor einem Jahr war der Norweger in Beaver Creek schwer zu Sturz gekommen." - Das ist übrigens schon zwei Jahre her.

FinalDestinati0n
06.12.2009 12:44

Das Problem dürfte uA. folgendes sein...

...die Österreicher haben eine perfekte Technik, fahren sauber, immer der Ideallinie nach...

...nur darauf kommt es heutzutage nicht mehr so an wie noch vor ein paar Jahren, heute muss man, frei nach Hans Knauß, den Ski einfach gehen lassen....

Couch_Potatoe
06.12.2009 11:42

Österreich ist keine Skination mehr, Juche!

Pannonia Jack
06.12.2009 12:25
Skispringen?

Kontrahent1
06.12.2009 12:22
Das hätte Sie aber schon früher haben können.

Warum schauen Sie dann nicht bei den nationalen Meisterschaften der Schweiz zu ? Übrigens, um nicht um den Sieg mitfahren zu können, sind noch zu viele Österreicher und Österreicherinnen im Spitzenfeld. Ich werde nie verstehen, daß es Menschen wie Sie gibt, welche sich sportliche Veranstaltungen ansehen, um jemanden verlieren zu sehen. Unsereiner freut sich eher über Sieger, egal, welche Nation und je unterschiedlicher, umso besser. Jetzt fehlt dringend wieder ein Norweger-, Italiener oder Schweizer Frauen Sieg.

alte frau
06.12.2009 13:05

leute wie du zerstören den sport. einfach widerlich!

Kontrahent1
06.12.2009 18:57
Tschuldigung, ich hatte geantwortet -

wusste nicht, daß Alibaba einen neuen Nick hat (voriges Jahr waren Sie auch schon transsexuell, mal als Mann, mal als Frau unterwegs, gell ?)

Kontrahent1
06.12.2009 18:54
Das kann ich zwar nicht nachvollziehen,

aber wenn Sie meinen und es Sie glücklich macht, bitte.

Ein Mahner
06.12.2009 11:40
Mit der Zunahme der Präsenz in den Werbeblöcken

fällt gleichzeitig die Formkurve unserer Läufer steil bergab. Die ÖSV-Mafia will halt vor dem endgültigen Niedergang noch schnell so viel Geld wie möglich abcashen. Weg mit Schröcksnadel und Kumpanen, die sind nur noch ein Klotz am Bein. Wir fahren ja auch in den Nachwuchsbewerben nur noch hinterher, was ist mit der Jugendarbeit?
Vielleicht sollten wir für den Rest der Saison aus dem Renngeschehen aussteigen, inklusive Olympia, und völlig von vorne, mit neuen Personen anfangen.

alte frau
06.12.2009 11:27

das abfahrtsteam muss mit sofortiger wirkung aufgelöst werden. das ist ja lächerlich. da wäre es besser, wir lassen das jugendnationalteam fahren.

rocknroll13
06.12.2009 11:09
Der Orf zwingt mich...

förmlich dazu dass ich hoffe unsere kriegen eine drauf.

-das ist richtig traurig, denn eigentlich ist es mir völlig egal wer gewinnt und ein Walchhofer ist ja nicht unbedingt unsympathisch.

Nur dieses künstliche hoch pushen dieser Sportart versteht kein Mensch mehr gäbe genug andere Sportarten im Winter die auch solche Aufmerksamkeit verdienen würden (ice-hockey etc.) reinste Mafia-Verein der orf und der ösv.

dieter tafel
06.12.2009 11:03
Interessiert das noch wen?

Mal ehrlich seit der herminator aufgehört hat, habe ich mir noch kein Rennen dieser Saison angeschaut.

Da kein einziger der aktiven Fahrer mich auch nur irgendwie "berührt" sicher alles nette sympathische und ausgezeichnete Sportler aber ob jetzt ein Cuche oder Walchhofer oder Huber Franz gewinnt -wenn interessierts?

Nur der ORF glaubt wirklich dass es ein Grosses Duell AUT-SUI gibt ich mein der aufwand der für diese Randsportart( so sehr ich selber gerne Ski fahre) betrieben wird ist KRANK seitens des Orf.

Kontrahent1
06.12.2009 11:14
Wahrscheinlich Sie auch,

denn sonst wären Sie nicht in diesem Forum. Was suchen Sie beim Skifahren ? Showmen oder sportliche Leistung ? Ich finde es, endlich nach der österreichischen Dominanz, wieder spannend und bin begeistert über so junge Talente wie Janka oder den 'Höllenritt' eines Bode Miller. Und jeder, aber auch jeder, der unter die ersten 10 fährt ist auch für einen Sieg gut bei diesen Minimalabständen.

Ano
06.12.2009 11:00

Gratulation an die Schweizer! Nachdem es letztes Jahr aufwärst ging hatten sie ja fast ein Jahrzehnt ein tiefes Loch und daher ist es ihnen von ganzen Herzen zu gönnen.

Zum ÖSV. Es muss sich was ändern, die Tendenz war schon letztes Jahr mehr als deutlich. Daher müssen neue Leute her, vielleicht auch aus dem Ausland.

lubo
06.12.2009 10:52

sollten nicht beim ösv die alarmglocken schrillen? die schweizer werden uns alt aussehen lassen dieses saison. janka ist nur einer neben vielen neuen schweizer stars. viele junge schweizer fahren in die weltcuppunkte-ränge. und bei uns, ist nur walchhofer eine podestanwärter..so langsam scheint österreich die dominanz bei herren und damen auszugehen. und das vor allem in den speed-bewerben

rechtsstaat
06.12.2009 10:16
Bravo

Die Schweizer und die Amis fahren den Ösis um die Ohren.
Ich hoffe, man holt damit das abgehobene Bergvölkchen rund um Zettel und Reich endlich einmal wieder auch den Boden der Realität zurück!

Kontrahent1
06.12.2009 11:16
Bitte, nicht die TV-Schwätzer

mit den Skifans gleichsetzen. Ein Miller-Ritt begeistert genauso, wie die Kontinuität eines Janka oder Couche und eine Vonn hat in Österreich sicher mehr Verehrer, als in ihrer Heimat.

number boy
06.12.2009 11:14

mir is noch nie ein schweizer oder ami um die ohren gefahren und ob sie einen walchhofer um die ohren fahren is mir wurscht.....ich bin ja nicht der walchhofer

Roland Garros
06.12.2009 10:03

dass die fetten jahre, in denen österreich in jeder disziplin 5 siegfahrern hatte, irgendwann mal enden mussten, war klar.

aber dass davon ein paar jahre später bis auf das starke slalomteam nur ein walchhofer (abfahrt) und ein raich (S, RTL, Kombi) als absolute siegfahrer überbleiben, ist schon ernüchternd.

rechtsstaat
06.12.2009 09:46
Bravo

Die Schweizer fahren den Ösis um die Ohren und das ist gut so.

Georg-99
06.12.2009 14:29

Warum ist das gut so?

profiler
06.12.2009 11:41

.... mit österreichischen skiern;-)

LL MM
06.12.2009 09:40

Janka kann noch schneller sprechen als fahren.

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