Uni-Proteste Tag 45

Tausend Studenten, Kurden und Obdachlose demonstrieren

05. Dezember 2009 17:08

Slogans: "Bildung statt Banken", "PKK repräsentiert die KurdInnen" - Geänderte Demo-Route für ungestörtes Weihnachtsshopping

Wien - Mit einer neuerlichen Demonstration hat die studentische Protestbewegung rund um die Hörsaal-Besetzer am Samstag in Wien auf ihrer Anliegen aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Education is not for sale" versammelten sich nach ersten Angaben der Audimax-Besetzer rund 1.500 Personen auf der Mariahilfer Straße beim Westbahnhof. Nach Angaben der Polizei waren es rund 1.000 Demonstranten. Unterstützung erhielten sie durch Delegationen aus Bundesländern und - zumindest bei der Personenzahl - durch mannigfaltige Schulterschlüsse, von Kurden bis zu Obdachlosen.

Auf Transparenten waren einmal mehr Slogans wie "Bildung statt Banken", "Widerstand gegen den Bildungsabbau" oder "Bildung = Menschenrecht" zu lesen. Es hatte sich aber auch eine relative große Gruppe Kurden mit Slogans wie "PKK repräsentiert die KurdInnen" zu den Studenten gesellt, es waren aber auch Transparente wie "Klimaerwärmung stoppen" oder "Notbett für alle EU-BürgerInnen" zu lesen. Auch Flugblätter mit Titel "Schulterschluss von Studis und 'Obdachlosen' für soziale Wärme" wurden verteilt. Sprecher betonten, dass die Protestbewegung "noch nicht tot" sei. Zudem wurde zu einem internationalen Gegengipfel zu der für März 2010 in Wien geplanten Bologna-Konferenz aufgerufen: "Versauen wir den Scheiß-Bolognagipfel".

"Frechheit"

Damit es offensichtlich zu keinen Störungen beim langen Einkaufssamstag auf der Mariahilfer Straße kommt, wurde die Route der Demonstration noch am Freitag von der Polizei geändert, was von den Protestierenden als "Frechheit" bezeichnet wurde. Deshalb ziehen die Studenten nun über Kaiserstraße, Neubaugasse und ehemalige 2er-Line zum Sigmund-Freud-Park neben der Votivkirche, wo um ca. 18.30 Uhr die Schlusskundgebung stattfinden soll.

Am Sonntag sollen Hörsaal-Besetzer aus ganz Österreich an einem "Bildungsgipfel" im besetzten Hörsaal C1 am Universitätscampus im Alten AKH teilnehmen. Dabei soll die Vernetzung der Studenten untereinander und mit anderen Gruppierungen verbessert und bundesweite Aktionen für die kommenden Wochen geplant werden.

Dekane der Universität Wien haben am Samstag in einer Aussendung die andauernde Besetzung des Audimax und anderer Hörsäle als "illegitim" bezeichnet und die Studenten aufgefordert, diese zu beenden. Gleichzeitig sehen die Dekane die Ursache der Studentenproteste in "fehlenden oder falschen politischen Entscheidungen der Vergangenheit". Sie fordern die Regierung und das Parlament auf, eine konsequente Finanzierung der Studienplätze entsprechend dem gesellschaftlichen Bedarf sicher zu stellen, heißt es in der von Chemie-Dekan Bernhard Keppler und dem Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Heinz Mayer, unterzeichneten Aussendung. (APA)

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deitas
08.12.2009 16:27
es wird immer lächerlicher

diese paar marxerln die jetzt noch besetzen....und der großteil davon obdachlose und berufsanarchisten.
in deutschland hams schon 10 unis geräumt.
und es werden immer mehr.
hoffentlich bald auch in unserem land.
diese linke propaganda samt illegaler hausbesetzung hat ja mittlerweile gar nix mehr mit den missständen an den unis zu tun.

ichstudierejus
14.12.2009 15:46
die ham halt keinen anderen Platz und die zeit

ich kanns mir nicht leisten im Audimax rumzuhängen,Leistungsdruck.Aber hinter dem großteil der Forderung stehe ich auch und bin halt nicht dort weil ich nicht kann, sonst muss ich in die Privatinsolvenz und das wollen wir doch alle nicht.Also ist das Audimax ein Symbol, das dort dann gleich noch andere Probleme der Stadt Wien in den Vordergrund rücken ist natürlich zeichnend für den Gesamtzustand des Systems.Ich bin zwar kein Fan von Anarchie und es hat auch nichts mit Anarchie bei vielen zu tun, sondern mit Verantwortung für sich selbst, die Kinder, den Mitmenschen. Bildung ist ein unverzichtbares Recht- > auf Freiheit ( Verfassung)-> gibt es ohne Bildung nicht , (Recht)wird durch den Ist Zustand stärker gebrochen als durch die Studenten

el topo negro
08.12.2009 23:32
echt...

anarchist sein ist ein beruf? Wenns ma sagen können, wer mich da wo bezahlt, bin ich sofort dabei... Vielleicht gibts ja auch einen teuren wifi kurs zum thema, bezahlt vom ams? Das wär mal was. Zumindest a bisal a politische bildung in diesem land...

sunnygirl1
 
07.12.2009 14:07
Mein Vorschlag

Macht aus dem Audimax eine SaufKneipe, verkauft Bier und Schnaps und lasst den Erlös daraus dem Rektor Winkler zukommen, damit er die Schäden, welche dieses verkommene Volk von Studenten ruiniert hat.
Habe selbst einen Enkel der studiert, selbst dieser ist meiner Meinung.
Rektor Winkler der Hausherr der Uni , incl. Frau Maurer- ÖH, gehören ihrer Ämter sofort enthoben. Ohne Entschädigung , fristlos für so ein Verhalten jenen Studenten gegenüber, die studieren wollen. Für Extremisten darf kein Platz im Bildungswesen sein.

1,8 promille
07.12.2009 23:33
mein vorschlag

schicken's ihr enkerl zum studieren nach burma oder irgendeinem solchen land wo man zucht und ordnung noch aufrecht hält

Mike 23
07.12.2009 15:28
Liebe Frau Sunnygirl1

Frau Maurer ist bei der ÖH. Diese hat mit den Protesten gar nichts (oder nur wenig zu tun).
Weiters ist Frau Maurer eine gewählte Vertreterin der Studierenden. Wie alle politischen AmtsträgerInnen wird sie sich für ihr verhalten rechtfertigen müssen - und zwar bei der nächsten Wahl.

Dieses Volk von Studierenden ist weder verkommen, noch sonst was. Wie jede andere Gruppe in Österreich auch, machen die Studenten durch Proteste auf ihre Situation aufmerksam.
Das geht vielen zu weit. Viele verstehen das nicht. Manche wollen das nicht.
Aber es ist so. Und das ist Demokratie.
Michael

anonym92
10.12.2009 06:46

..."Und das ist Demokratie."...

Demokratie bedeutet Mehrheitsentscheidung. Hier protestiert eine verschwindende Minderheit und will ihre Minderheitenmeinung (Gratis Studium, Studium ohne Zugangsbeschränkungen, ...) der Meinung aufzwingen.

Wenn das eure Art von Demokratie ist okay ... aber eine Minderheitenmeinung darf NIE der Mehrheit der Studierenden und Bevölkerung aufgestülpt werden. Wie viele waren auf der letzten Demo, gerade mal 1000 Menschen - wie viele Studierende gibts in Österreich ... geben sie sich die Antwort bitte selbst. Ihr seid kein Thema mehr ...

Dr.mumunator
07.12.2009 20:19
Blödsinn

die ÖH hat sich doch von Anfang an bei den Protestanten eingeschleimt.

harald ecke
 
07.12.2009 09:41
Tag 46 gefällig

Am 6.12. fand am Campus ein Treffen mit Protestierenden aus den Bundesländern mit zahlreichen Workshops statt.
Am Abend kam der Nikolaus ins Audimax.
Zuvor, um 19:00 gab es einen Flash-Mob vcor dem Hrdlicka Mahnmal gegen Antisemitismus: Drei Salzburger , einer als Mozart verkleidet (selber Sterbetag wie Hrdlicka), ein Priester und ein Krampus. Mozart hieß Hrdlicka willkommen und äußerte, wie schade es sei, dass man nicht unten, bei den Studierenden sein könne, drückte aber Solidarität aus, der Priester (Original-Talar) gab seinen Sanktus (auch den Studierenden) und der Krampus ärgerte sich furchtbar.-Sehr originell, leider wenig Publikum, es sollte aber bereits einen Stream geben.
Von Passanten kamen dumme Sprüche. Einige verstanden aber.

Kevin Pospisil
08.12.2009 16:54
Infantile Aktion

Und dann wundern sie sich, dass sie keiner ernst nimmt...

harald ecke
 
07.12.2009 09:33
Also es waren schon 2000 Student_innen

Die Kurden zogen nicht mit, die Polizei genhemigte bloß füür zweei Demos den selben Treffpunkt.
Die knappe polizeiliche Routenabänderung ist unfair, weil dadurch Passanten nicht erreicht werden konnten. Student_innen erhielten Flyer für Passanten, die sie selbst entworfen hatten in die Hand gedrückt. Sehr sinnvoll!
Zu den Obdachlosen. Die kleine Gruppe mitdemonstrierender Obdachloser waren ausschließlich an der Besetzung beteiligte. einer von denen spielte gestern aus dem Kopf im Audimax Mozartsonaten (ich kkenne ihn schon lange, er st ein abgestürztes Genie mit absolutemm Gehör)

SiSe
07.12.2009 00:24

Da ich immer beim letzten großen LKW war, kann es gut sein, dass wir anfangs nur rd. 1500 Leute waren. Während unseres Marsches (speziell durch die Neubaugasse) kamen jedoch immer mehr Leute hinzu, wodurch sich die Bewegung ziemlich vergrößerte im Laufe der Demo.

teesa01
06.12.2009 20:13
1000 leute? 5000 warens mindestens!

nicht nur dass der die hier zitierten 1000 leute hoffnungslos untertrieben sind (5000 waren es wohl mindestens) - die APA geschichte ist auch sowas von daneben udn trifft den kern der sache einfach nicht.

die kurden haben EINMAL (schon gegen 4 nachmittags) einen kurzen redebeitrag gebracht, da war die studi demo noch nicht mal fertig formiert.

tatsache ist doch, dass die bewegung nach wie vor eine beeindruckende stärke hat - man bedenke dass am wochenede nicht jede/r in wien ist und viele in de BL nach hause fahren.

ich hatte auch teilweise den eindruck dass die polizei zuerst etwas vedrutz war - sie hatte wohl mit nur 1000 GERECHNET. daher wohl die völlig verquerte schätzung.

so eine art journalismus kann man sich sparen!!

Mike 23
06.12.2009 21:37
Und das von der einzigen Zeitung

die täglich von den Protesten berichtet, und daher sicher nicht als Gegner der Bewegung bezeichnet werden kann.
Michael

Papiertiger
06.12.2009 19:16
1.500 demonstranten? spinnen die

bei der demo ware mindestens 5.000 leute!

Chris Haslacher
 
06.12.2009 14:14
Ab morgen werden saubere Spritzen vergeben.

Höchste Zeit!

lt. aldo rayne
06.12.2009 22:58
eine frage

was werden sie tun, wenn der krieg hier vorüber ist? werden sie ihre SA uniform ablegen? ...

teesa01
06.12.2009 20:03

es ist unglaublich, welcher (rechter) abschaum - man entschuldige den ausdruck - sich hier herumtreibt. die pure niedertacht.

Kevin Pospisil
08.12.2009 16:56

Das ultralinke Gschwerl im Audimax zieht halt auch das andere Extrem an.

1,8 promille
06.12.2009 17:06

gehören sie zu jenen mutigen edlen mitmenschen, die einem obdachlosen gerne ein paar tritte verpassen, wenn es gerade niemand sieht?

teesa01
06.12.2009 14:12
wenn ihr euer leserInnenschaft nicht verlieren wollt berichtet das nächste mal objektiv über die demos. es waren sicher vier bis fünf mal so viele wie von euch heir angegeben!

selber recherchieren, hinkommen und nicht von der APA rechtschreibfehler und falsche fakten übernehmen. und ihr wollt kritische journalistInnen sein? dass ich nicht lache!

Sweatshopper
06.12.2009 16:55

um die 5000 warens in wahrheit

teesa01
06.12.2009 20:03
5000 ist eine objektive schätzung

danke dafür

Mike 23
06.12.2009 20:22
Wie kann eine Schätzung objektiv sein?

Michael

teesa01
06.12.2009 20:47
DEINE FRAGE AN SICH ENTLARVT DICH

wieso sollte eine schätzung nicht objetiv sein können?

man kann schätzungen über- und untertreiben. und man kann objektiv schätzen.

leute wie dich sollte man eigentlich nicht mit einer antwort würdigen ... (kannst dich also geehrt fühlen :)

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