Obama in CNN-Umfrage erstmals unter 50 Prozent

5. Dezember 2009, 11:27
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Arbeitslosigkeit und schlechte Wirtschaftslage drücken Zustimmung - Aber mehrheitlicher Zuspruch für Afghanistan-Truppenaufstockung

Washington - Die Begeisterung der Amerikaner für ihren seit bald einem Jahr amtierenden Präsidenten Barack Obama lässt nach. In einer neuen Umfrage im Auftrag des TV-Nachrichtensenders CNN fiel die Zustimmungsrate für Obama erstmals unter 50 Prozent. Demnach bescheinigten nur noch 48 Prozent der Befragten dem 44. Präsidenten der USA eine gute Arbeit. Dies waren 7 Prozentpunkte weniger als bei der letzten Umfrage im Vormonat. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit und die schlechte Wirtschaftslage mache dem Präsidenten zu schaffen, meinte der CNN-Umfrage-Experte Keating Holland.

60 Prozent für Truppenverstärkung

Auf Zustimmung stieß in der Studie aber Obamas jüngste Entscheidung, zunächst 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu schicken und dann von 2011 an mit einem Rückzug zu beginnen. Dies begrüßten 60 Prozent der Befragten. Obama hatte Anfang der Woche die neue Strategie der USA für Afghanistan bekanntgegeben.

Die Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon ist "enttäuscht" über die Entscheidung Obamas, die Truppen der USA in Afghanistan aufzustocken. "Ich denke, dass durch Krieg noch niemals etwas besser geworden ist", sagte die 63-Jährige am Freitag (Ortszeit) in Beverly Hills bei der Vorstellung ihres neuen Films "The Lovely Bones". Es seien bereits viele Zivilisten in Afghanistan ums Leben gekommen, ohne dass dies zu einer Verbesserung der Lage dort geführt habe. Krieg sei kein Mittel, um "die Welt sicherer zu machen", sagte Sarandon, die Obama vor seiner Wahl unterstützt und sich wiederholt kritisch zu den Militäreinsätzen der USA geäußert hatte. (APA)

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    Laut einem CNN-Umfrage-Fachmann sind es vor allem die hohe Arbeitslosenrate und die grundelnde Wirtschaftslage, die auf die Beliebtheit des Präsidenten drücken.

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