Vorratsdaten: Betreiber für Übergangsfrist

5. Dezember 2009, 10:28

Mindestens sechs Monate nach Einführung für technische Änderungen - WKÖ-Spartenchef: Umstellung mit "nicht unerheblichen" Kosten verbunden

Österreichs Telekommunikationsbranche steht dem in Begutachtung befindlichen Entwurf zur Vorratsdatenspeicherung positiv wenn auch nicht vorbehaltlos gegenüber. So fordern sie nach der endgültigen Einführung eine Übergangsfrist von mindestens sechs Monaten für die technischen Änderungen. Diese seien mit "nicht unerheblichen Kosten verbunden", sagte Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting der Wirtschaftskammer (WKÖ).

Paradigmenwechsel im Datenschutz

Die Einführung der Data Retention - also das Speichern von Telekommunikationsdaten über einen Zeitraum von sechs Monaten zum Zweck der Kriminalitätsbekämpfung - bedeutet für die Telekommunikationsbranche einen "völligen Paradigmenwechsel im Datenschutz". Trotzdem gibt es von Pollirer "ein großes Lob" für das Infrastrukturministerium. Dieses habe sich mit der Ausarbeitung des Gesetzesentwurfs Zeit gelassen und das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte mit der Erstellung beauftragt. Immer wieder hatte die Telekommunikationsbranche massive Bedenken gegen die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung geäußert, da man Grundrechte gefährdet sieht.

Grundsatzdiskussion gefordert

Für Rene Tritscher, Geschäftsführer der Fachverbände Telekom und Rundfunk, ist die Vorratsdatenspeicherung noch nicht gegessen. Er fordert weiter europaweit eine "massive grundsätzliche Diskussion". Zudem müssten noch sämtliche technische Details geklärt werden, obwohl auch er mit dem Entwurf "grundsätzlich zufrieden" ist. Tritscher besteht allerdings auf eine sechsmonatige Übergangsfrist - "wenn alles fertig ist". So würden die Unternehmen unter anderem Zeit für die technische Implementierung, also die Umstellung der Systeme, brauchen. Auch zu diesem Bereich gibt es aber Lob für den Gesetzestext: "Wir haben noch nie einen Entwurf gesehen, der so sehr in die technischen Details geht." (APA)

WilliamLee
00
5.12.2009, 11:52
Making use of Dynamic IP Addresses II

In calculation: if 1 million users at an ISP connected and disconnected every minute and did this 24/7 an ISP would need 11 terabytes of storage, for 365 days of retention, if they sign a 4 byte field for logon/logoff time, a 4 byte field for customer number and a 4 byte field for IP address used.

http://en.wikipedia.org/wiki/Tele... _retention

werner b.
01
5.12.2009, 13:12

Was soll uns das sagen?
1 Mio. Kunden jede Minute trennen/verbinden 24/7/365 macht 11 TB. Jede Minute Netzwerk kurz weg, würde mich wahnsinnig machen.
Real für Österreich geschätzt sagen wir 1 Mio. Kunden bei einem großen ISP, 1/2 Jahr Speicherung, jede Stunde trennen/verbinden, ein paar Stunden pro Tag durchschnittliche Nutzung macht so überschlägig vielleicht 1 TB. Das juckt ein Datacenter genau gar nicht und kostet im Bereich weniger 100 kEUR, wenn man es mit üblicher Rechenzentrumsausrüstung, Servicevertrag, Backup etc. macht. Richtig teuer wird es erst, wenn eine kommerzielle Datenbank zur Speicherung benutzt wird.

WilliamLee
10
5.12.2009, 11:52
Making use of Dynamic IP Addresses

Almost since the beginning of commercial Internet dynamic IP addresses were given out to consumers out of a pool of a set of addresses. Every connection is logged to a central database. When broadband DSL made PPPoE popular one would still be given dynamic IP addresses but disconnecting the session and calling back was now a matter of seconds instead of waiting a minute for an analog modem to retrain. If a large number of computers disconnected and reconnected every minute this would cause a lot of logs to be retained until it becomes uneconomic to retain this data of logins.

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