Beste Internetseiten für Behinderte geehrt

05. Dezember 2009 10:20

Nicht dotierter "Biene"-Preis u.a. für Warenhaus Manufactum und Credit Suisse - Auch österreichisches Kuratorium Fortuna ausgezeichnet

Die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen haben die besten deutschsprachigen Webseiten für Behinderte ausgezeichnet. Insgesamt 17 Internet-Auftritte erhalten den nicht dotierten "Biene"-Preis. Das Wort "Biene" steht für "Barrierefreies Internet Eröffnet Neue Einsichten". Die "Biene" in Gold landete beim Internet-Angebot des Warenhauses Manufactum, Silber geht an das Webangebot der Credit Suisse für das Online-Banking in der Schweiz, Bronze an die Deutsche Post DHL und den Hamburger Verkehrsverbund (HVV). Die Preise für Webseiten mit besonderem Hilfen für Blinde oder Sehbehinderte wurden am Freitagabend in Berlin überreicht.

326 Bewerbungen

Im Bereich Komplexe Informations- und Kommunikationsangebote haben das österreichische Kuratorium Fortuna, die Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf in Berlin sowie die Gemeinde Issum und die Stadt Nettetal die besten Seiten. Beworben hatten sich 326 Webseiten aus der Bundesrepublik, Österreich und der Schweiz, wie die Aktion Mensch mitteilte. In der Kategorie der tagesaktuellen Recherche- und Serviceangebote werden der Südwestrundfunk sowie das Online-Angebot der Wochenzeitung "Die Zeit" geehrt. Das Verwaltungsportal bund.de und das Patienteninformationsportal Weiße Liste bekommen Silber. In der Kategorie der einfachen Recherche- und Serviceangebote gewann die Datenbank mobidat - Barrierefrei leben in Berlin.

Barrierefreiheit

Merkmal der Barrierefreiheit ist nach Angaben der Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, Jutta Croll, ein besonderes Layout der Webseiten. Überschriften sollten so groß dargestellt werden, dass sie sich deutlich vom Text unterscheiden. Jedes Element auf der Seite soll außerdem über Tastaturkommandos erreichbar sein. Die Schriftgröße muss sich ändern lassen, Gesprochenes soll für Gehörlose in Gebärdensprache übersetzt angeboten werden. Gelähmte oder amputierte Menschen müssen die Seiten mit Kopf- oder Fußmaus bedienen können. (APA)

 

Jean Pierre La Valle
05.12.2009 11:34
Falsche Überschrift!

Diese Überschrift suggeriert, dass es nur um Websites "für Behinderte" ging. www.zeit.de
ist bestimmt keine Zeitung ausschließlich "für
Behinderte", welche eine Auszeichnung be-
kommen hat. Es geht zum Zugänglichkeit und
Webstandards höchster Qualität. Genau das
ist Barrierefreiheit!

nukewashington
07.12.2009 09:44

a: es geht oft um valid xhtml... also kein webstandard höchster qualität

b: es geht rein um die zugänglichkeit und aufbereitung des contents

c: wenn man von barrierefrei spricht, geht es bei 99,7% aller fälle um die zugänglichkeit für menschen mit besonderen bedürfnissen... auch von ihnen "behinderte" genannt... daher geht es beim biene-award sehr wohl darum.

und die überschrift suggeriert gar nichts... sie zeigt nur, dass der redakteuer bei der apa, genau so wie sie, keinen plan von der materie hat.

allein schon die wortwahl lässt auf absolutes unverständis schließen.

Jean Pierre La Valle
07.12.2009 18:18
Barrierefreiheit ist die höchste Form von Usability!

Und reine Zugänglichkeit ist nicht gerade der Zugang, der es eigentlich sein sollte. Wenn sie wollen, können sie gerne zum Stammtisch von accessible media (www.accessiblemedia.at) kommen (findet monatlich statt).

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